Best of 2013: «Black Music Specials»

Zum Jahresende packen wir die Perlen des Black Music Specials aus. Amalia, Charles Bradley und Foreign Beggars X Noisia sind dieses Jahr die Top 3 von Moderator Sascha Rossier.

Hat es in die Top 3 des Black Music Specials geschafft. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Charles Bradley Hat es in die Top 3 des Black Music Specials geschafft. Keystone

Amalia – Makings of Amalia

Stellt Euch vor, ihr braust 100 Jahre lang mit Lichtgeschwindigkeit geradeaus durch den Weltraum. Ihr trefft auf einen Planet, der aussieht wie eine Discokugel. Die Bewohner dieser Kugel sehen aus wie Gummibärchen in allen Farben und Formen. Und wenn ihr Euch jetzt noch versucht vorzustellen, was diese ausserirdischen Gummibärchen für Musik hören, dann ist es wahrscheinlich genau die Musik von Amalia. Die «Queen of modern Funk» Veröffentlichte im 2013 ihr Album «Makings of Amalia» – Eine Scheibe, die definitiv nicht von dieser Welt ist und zu meinen grossen Highlights des Jahres 2013 gehört.

Charles Bradley – Victim of Love

In einer Zeit in der die grossen Soulmeister altersbedingt langsam wegsterben, ist es schön zu wissen, dass dann und wann auch ein neuer Altmeister geboren wird. Charles Bradley veröffentlichte mit 63 Jahren (!) sein erstes Album – ein Meisterwerk. Im 2013 legte er sein zweites Album «Victim of Love» nach – wieder ein Meisterwerk. Es gibt kaum jemand, der seine Musik so wunderschön durchleidet, jemand der so freigiebig mit Liebe und Leidenschaft um sich wirft wie Charles Bradley. Ein Soulmeister, der Musik atmet und dabei gleichzeitig kräftig und zerbrechlich wirkt. Fragt sich nur, wieso hat dieser Mann so lange gewartet, um seine Alben zu veröffentlichen. Aber vielleicht ist das wie bei einem guten Wein. Je reifer, desto besser

Foreign Beggars X Noisia – I Am Legion

Die englischen Rapper Foreign Beggars sind bekannt für ihre virtuos getakteten Texte. Ihre eigenen Beats konnten da bisher leider meist nicht mithalten. Das Drum‘n‘Bass-Trio Noisia aus Holland weiss wie man massiv übergewichtige Beats schraubt; allerdings ohne Texte. Seit die beiden Gruppen zusammenarbeiten ist Europäischer Rap neu definiert worden: Elektronisch, Düster, Laut und Druckvoll und dennoch witzig und verspielt mit viel Schalk und Augenzwinkern. Ihr neues Album «I Am Legion» erschien im August 2013 und ist seit her von meinem mp3-Player nicht mehr wegzudenken.