Best of 2013: Grandiose Schweizer Alben

Für SRF 3 Musikredaktor Christoph Alispach ist klar: Die Genfer Band The Animen ist die Entdeckung des Jahres 2013 schlechthin. Animen schafft es in Alispachs persönliche Top 3 des Jahres.

Zu sehen ist Pink Pedrazzi. Er sitz mit Sonnen brille und Zylinder. Neben ihm sind auf fünf Stühlen fünf Gitarren placiert. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Mann zieht andere Saiten auf: Pink Pedrazzi. Mit herausragendem Album 2013. SRF

SRF 3 Musikredaktor Chrisoph Alispach wählt seine drei besten Schweizer Alben des Jahres. Die Alben kommen aus Genf, Winterthur und Basel. Gleichzeitig stammen sie auch (zufällig) aus drei verschiedenen Generationen.

«Die jüngsten (knapp über zwanzig) sind dabei die Genfer The Animen – für mich die Entdeckung des 2013! Die Band ist zwar noch jung, musiziert und komponiert aber schon wie alte Hasen.

Prickelnde Frische aus Genf

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Die Besten 2013

Pink Pedrazzi «The Calico Song»

Admiral James T. «8341735»

The Animen «Hi!»

The Animens Einflüsse gehen klar in die 1960er-Jahre zurück (nicht bloss Rock,

auch Soul!), sind jedoch mit so viel ansteckendem Enthusiasmus und prickelnder Frische gespielt, dass es wahrlich keine Rolle spielt, aus welchen Zeitalter die Inspirationen stammen.

Das zweite herausragende Album des Jahres ist dasjenige von Admiral James T. Seit 1990 ist der 34-jährige Winterthurer im Geschäft und es ist eine Schande, dass er noch nicht weltberühmt ist. Oder wenigstens schweizweit weltberühmt. Kaum einer schüttelt Ohrwürmer und zündende Songs so locker aus dem Ärmel.

Musikgenie und Katzenfan

Kaum einer schöpft so elegant, treffend und kenntnisreich aus Rock, Pop und Country, destilliert aber daraus seine ureigene Musik. «8341735» ist bereits sein zwölftes Album, wieder voll mit hell glänzenden Song-Perlen. Und er spielte sämtliche Instrumente selber. Admiral James T. ist ein Besessener, ein Genie, ein Katzenliebhaber, ein Witzbold (vor allem live) und ein echter Musikfan.

Last but not least hat Pink Pedrazzi 2013 voll überzeugt. Der Basler macht mit verschiedensten Bands seit rund dreissig Jahren Musik, doch erst dieses Jahr erschien mit «A Calico Collection» sein erstes Solo-Album.

Einfach und einfach schön

Liebevoll und mit all seiner Erfahrung benutzt er die gesamte amerikanische Musiktradition und liefert für mich das Americana-Album des Jahres. Viele unterschiedliche Stimmungen und Rhythmen, wunderbar einfühlsam und immer perfekt zum jeweiligen Song passend instrumentiert und gespielt, lassen «A Calico Collection» wie einen tollen Sampler wirken.

Das kann wie in «The Calico Song» auch mal nur eine Ukulele, seine Stimme und die von Heidi Happy sein. So einfach kann schöne Musik sein!»