Die Fruchtfliege: Dem Menschen verblüffend ähnlich

Kaum liegt die frisch gekaufte Aprikose auf dem Küchentisch, surrt sie schon in Schwärmen um sie herum: Die Fruchtfliege. Im Fachjargon heisst das Tierchen Drosophila melanogaster. Für Forscher ist sie eines der beliebsten Versuchsobjekte - auch, weil sie dem Menschen in Vielem ähnelt.

1. Sex und Alkohol

Britische Wissenschaftler manipulierten die Nervenzellen von Drosophila-Weibchen so, dass diese keine Lust mehr auf Sex hatten. Die Folge davon: Die sexuell frustrierten Fliegenmännchen tranken mehr Alkohol.

2. Sex und Konkurrenz

Auch Biologen der Uni Lausanne experimentierten mit dem Sexualtrieb der Fruchtfliegen. Sie fanden heraus, dass Männchen mit männlichen Rivalen die empfänglichen Weibchen automatisch beglückten, währenddem Männchen ohne Konkurrenten völlig überfordert waren. Sie fanden die empfänglichen Weibchen nicht und produzierten deshalb weniger Nachkommen.

3. Ausschlafen

Lässt man die Drosophila ausschlafen, tut sie dies gerne und lange - sie schläft bis zu 15 Stunden am Stück. Doch auch das Schlafbedürfnis der Fruchtfliege konnten Forscher manipulieren. Gentechnisch veränderte Fliegen schliefen gerade noch 5 Stunden.

Die Fruchtfliege Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Fruchtfliege - ein bei Forschern beliebtes Versuchsobjekt. Keystone

4. Senile Bettflucht

Alte Fliegen schlafen schlechter und wachen häufiger auf als junge. Mit einem bestimmten Wirkstoff konnten Forscher jetzt den Schlaf der Drosophila verbessern. Sie hoffen, so auch neue Behandlungsmethoden für schlecht schlafende menschliche Senioren zu finden.