Die Geburtsstunde der Energiepolitik

Vor genau 40 Jahren haben die arabischen Erdölexporteure dem Westen den Hahn zugedreht. Dieses Öl-Embargo war die Geburtsstunde der Schweizer Energiepolitik und bewirkte ein Umdenken.

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Bildlegende: Ölkriste 1973: Die Geburtsstunde der Energiepolitik. Keystone

Beginn der Ölkrise in der Schweiz

Am 17.Oktober 1973 haben die arabischen Staaten als Reaktion auf die westliche Einmischung in den Jom Kippur Krieg mit Israel den Ölexport eingestellt. Italien leitete ab sofort keinen Tropfen Öl mehr durch die Pipeline von Genua zur Schweizer Raffinierie. Die Reaktion der Eidgenossenschaft auf die enorme Verknappung und Verteuerung des Öls war vielfältig.

Tankkontrollen und autofreie Sonntage

Als Reaktion auf das Ausbleiben von Öllieferungen aus dem Nahen Osten führte der Bund drei autofreie Sonntage durch, um Benzin zu sparen. Das Volk goutierte dies mehrheitlich. Zudem gab es am Zoll Kontrollen der Autotanks. Das Motto: mit möglichst wenig Benzin das Land verlassen und mit möglichst viel Benzin aus dem Ausland zurückkehren.

Die Geburtsstunde der Energiepolitik

Schlagartig wurde Gesellschaft und Politik 1973 bewusst, wie gross und riskant die Abhängigkeit vom Erdöl ist. Es wurde eine Kommission ins Leben gerufen, die eine eigentliche eidgenössische Energiepolitik entwarf. Zentral dabei: Das Entwickeln und Fördern von alternativen Energiequellen und der sparsame Umgang mit Energie. Atomstrom war damals noch äusserst beliebt.