Drei Alternativen zum Oktoberfest

Schweizer finden im Herbst den deutschen Nachbarn so sympathisch wie sonst nie. Wo man hinschaut wird das typisch bayrische Oktoberfest kopiert. Wir sagen: wer braucht schon ein Oktoberfest? Wir haben Chilbis, Weinfeste und Stubete.

Zuckerwatte Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zuckerwatte statt Salzbrezel: besonders beliebt bei den jüngeren Chilbi-Besuchern. Keystone

Chilbi

Die heilige Dreifaltigkeit der Chilbi: Bahnen, Zuckerwatte und Büchsenschiessen. Mehr braucht es nicht für das traditionelle Fest, welches in jeder Schweizer Gemeinde stattfindet die den Platz dazu hat. Das wichtigste dabei, die Reihenfolge. Immer zuerst auf die Bahn und erst dann kann man sich den Leckereien widmen. Das lernt jedes Schweizer Kind schon im Kindergarten. Und mit den Kindergartenfreunden wird dann auch angestossen. Und zwar mit fabigem Alkohol und Plastikröhrli.

Stubete

Heute auch bekannt als Jamsession. Seit dem 15. Jahrhundert trifft man sich in Beizen, macht zusammen Musik, isst Kartoffelsalat und Schüblig. Natürlich darf auch Bier, Kafi Träsch und Schümli Pflümli nicht fehlen. Aja, getanzt wird da natürlich auch. Eigentlich gar nicht so anders wie am Oktoberfest. Der Unterschied: das anstehen vor dem Zelt fällt weg. Dafür wandert man zur Beiz, denn Stubete finden nicht in der Stadt, sondern auf dem Land mit schönem Schweizer Panorama statt.

Weinfest

Schon die Griechen und die Römer haben feuchtfröhliche Weinfester gefeiert. Der grosse Vorteil vom Weinfest gegenüber dem Oktoberfest: Wein ist weniger harntreibend als Bier. Man kann sich problemlos durch alle Weinsorten durchprobieren, ohne ständig aufs WC zu rennen. Auch die unvorteilhaften Lederhosen und Dirndl sind nicht nötig. Im Weinkeller sieht keiner, wenn du im alten T-shirt auftauchst.