Ein Senegalese im Sägemehl

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest wird im September der neue Schwingerkönig gekürt. Momentan laufen die Qualifikationen. Mit dabei der afrikanische Schwinger Dieylani Pouye. Er lernte den Schweizer Nationalsport vor zwei Jahren kennen und nimmt jetzt den Kampf gegen Abderhalden und Co auf.

Ganz neu ist für Dieylani Pouye das Kämpfen im Sägemehl nicht. Seit 2007 machte er in seiner Heimat Senegal «Laamb», eine Mischung aus Schwingen und Boxen. Der grosse Unterschied: wenn beim «Laamb» einer zu Boden geht, hat er verloren. Beim Schwingen bekommt der Überlegene den Punkt erst, wenn der Unterlegene den Boden mit beiden Schulterblättern oder mindestens zwei Dritteln des Rückens berührt. Gut für Dieylani Pouye. Er ist extrem standfest.

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Schwing- und Älplerfest

Das Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest findet alle drei Jahre statt. Es werden die Sportarten Schwingen, Hornussen und Steinstossen ausgeübt. Das Schwingen steht aber klar im Zentrum. Dieses Jahr findet das Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest vom 31. August bis 1. September in Burgdorf statt.

Den Schweizer Nationalsport hat Dieylani Pouye beim Filmdreh für einen Dokumentarfilm über das Schwingen in der Schweiz und Senegal kennengelernt. Jetzt will er an die Spitze. Bis am 14. Juli laufen die Qualifikationen des Eidgenössische Schwing- und Älplerfests. Am 31. August werden 280 Schwinger den Ring in Burgdorf betreten.

Dieylani Pouye ist nicht der einzige Senegalese, der ans Eidgenössische Schwing- und Älplerfest will. Er trainiert zurzeit mit seinem Landsmann in Genf.

Rolf Gasser, der Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwingerverbandes, sieht die Chancen für die beiden nicht all zu gross. Trotzdem freut er sich über die internationalen Teilnehmer.