Früher war alles besser? Stimmt nicht!

Das zumindest zeigen die Zahlen, die das Bundesamt für Statistik in den vergangenen Jahren gesammelt hat. Hier sind 7 Gründe, warum es uns in der Schweiz noch nie so gut ging.

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Bildlegende: Alles ist gut - und wird noch besser. SRF 3/Stephan Lütolf

1. Wir werden immer älter

1950 wurden Männer im Durchschnitt gerade mal 66,4 Jahre alt, Frauen 70,9 Jahre. Die Daten von 2012 zeigen einen deutlichen Anstieg: Die Lebenserwartung von Männern hat die 80-Jahre-Marke bereits überschritten. Die Herren werden heutzutage durchschnittlich 80,5 Jahre alt, die Damen 84,7 Jahre alt – Tendenz steigend.

2. Wir werden immer gesünder

Das beginnt bereits bei den kleinsten der Kleinen. Die Säuglingssterblichkeit hat sich extrem verringert. Starben 1950 rund 31 Säuglinge pro 1000 Lebendgeburten, sind es 2012 gerade mal 3,6 Säuglinge von 1000, die bei der Geburt sterben.

3. Wir trinken weniger Alkohol

Auch wenn man das Gefühl hat, dass immer und überall Alkohol konsumiert wird: der Schein trügt. Der Alkoholkonsum hat abgenommen. Trank 1971 jeder Schweizer 11 Liter reinen Alkohol, sind es 2012 zwar immer noch stattliche 8,4 Liter – der Konsum ging aber um mehr als 2 Liter zurück.

4. Weniger Menschen sterben auf der Strasse

1970 verunfallten 28‘651 Personen auf Schweizer Strassen. Mehr als 1500 von ihnen starben. Die Zahl der Verunfallten hat sich um mehr als 10‘000 verringert, auf 18‘148. Davon sind 301 Menschen gestorben.

5. Wir werden immer gescheiter

Dies zumindest suggerieren die Bildungszahlen. Im Jahr 2000 machte jeder vierte Schweizer eine Matura oder Berufsmatura. 12 Jahre später ist es bereits mehr als jeder Dritte Schweizer. Auch die Zahl der Hochschulabschlüsse hat sich verdreifacht. Dies liegt aber auch daran, dass extrem viele Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen gegründet wurden.

6. Unsere Wälder werden grösser

Seit 1860 hat sich die Waldfläche der Schweiz um mindestens einen Drittel vergrössert.

7. Wir sind glücklich

Dies sagt zumindest der «World Happiness Report» der Vereinten Nationen. Dort belegen wir Rang 3, gleich hinter Dänemark und Norwegen. Der Bericht berücksichtigt das Brutto-Inland-Produkt pro Kopf, die Lebenserwartung, die Entscheidungsfreiheit über das eigene Leben, fehlende Korruption, soziale Unterstützung und Grosszügigkeit gegenüber Mitmenschen.

Alles wird besser - Professor Hans Rosling erklärt es