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Aktuell Generation WhatsApp

Pro Tag 100 bis 200 WhatsApp-Nachrichten in 30 verschiedenen Gruppen – was sich für uns nach purem Stress anhört, ist für viele Schüler ganz normal. Eine Oberstufenklasse aus Kleindietwil (BE) spricht Klartext.

Legende: Audio Die Normalität von 200 WhatsApp-Nachrichten pro Tag abspielen. Laufzeit 02:13 Minuten.
02:13 min, aus Audio Aktuell SRF 3 vom 28.10.2015.

Egal ob über WhatsApp, Snapchat, Kik, Oovoo, Facebook, Skype oder Instagram: Teenies im Schulalter sind quasi ständig und überall miteinander vernetzt. Das zeigte auch unser Gespräch mit einer achten Klasse aus Kleindietwil im Kanton Bern. Tag für Tag schicken sich die Jugendlichen bis spät in die Nacht hunderte Nachrichten, Bilder und Videos. Schulklassen haben ihre eigenen WhatsApp-Chats. Und manchmal sind sogar Lehrer in den Chats dabei.

Der digitale Pausenplatz der jungen Generation

WhatsApp ist der Raum, in dem sich die Jugendlichen ungestört unterhalten können, wo sie über ihre Probleme sprechen und sich gegenseitig bei den Hausaufgaben helfen.

Gleichzeitig ergeben sich aber auch neue Herausforderungen: Was ist zum Beispiel mit jenen Schülern, die kein Handy besitzen? Sie sind vom digitalen Pausenplatz ausgeschlossen – keine einfache Situation.

Ausserdem verbreiten sich über WhatsApp allerhand Bilder und Videos in Windeseile – auch fragwürdige oder sogar illegale Inhalte. Für die Oberstufenlehrerin Pascale Zaugg ist klar: «Ich mische mich dann ein, wenn ich merke, dass beispielsweise ein Schüler gemobbt wird oder wenn heikle Bilder die Runde machen. Alles zu kontrollieren was auf WhatsApp und Co. abgeht, ist jedoch ein Ding der Unmöglichkeit». Man könne höchstens versuchen, zu sensibilisieren und die Teenies über die Risiken von WhatsApp aufzuklären.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Sorry, aber ich kenne die Schweizer nicht als gerade Gesprächiges Volk. Wenn 2 Einzelne Personen in einem Restaurant sitzen, dann tun Sie das soweit wie möglich von einander, der andere könnte ja sonst einem seine Ruhe stören! Da könnten wir viel von den Südländer lernen. Die WhatsApp-Nachrichten sind eigentlich wie für den Schweizer erfunden.
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  • Kommentar von K. Räschter, Thurgau
    Es ist einfach schlimm, dass die Kommunikation nur noch über Digitale Medien stattfindet. Man sieht immer mehr, dass Jugendliche zwar nebeneinander sitzen aber nur über das Smartphone (WA, FB, etc.) miteinander reden. Sorry, aber das ist doch irgendwie nicht mehr normal. Darum gibt es auch immer mehr Fälle von "Ausflippen" bei Jugendlichen, weil viele in dieser digitalen Welt überfordert sind und vereinsamen, weil die normale Kommunikation nicht mehr stattfindet.
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    1. Antwort von S.Platter, Olten
      Fast noch schlimmer ist, dass ebenso erwachsene nebeneinander sitzen und jeder für sich von seinem Natel absorbiert wird.
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  • Kommentar von Volker Maurer, Zug
    Wenn die Kids wenigstens Threema nutzen würden! Dass all die Chats auf einem fragwürdigen -- da unsicheren -- Kanal abgehalten werden, macht das Ganze in Privatsphäre-Hinsicht problematisch.
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