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Bernhard Schär, Historiker: «Die Schweiz war schon immer global»
Aus Focus vom 22.06.2020.
abspielen. Laufzeit 58:28 Minuten.
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Historiker Bernhard C. Schär «Debatte um Schaumküsse ritzt nur die Oberfläche»

Im Zuge der Proteste um «Black Lives Matter» gehen die Emotionen hoch. Statuen werden gestürzt, Deutschland erwägt den Begriff «Rasse» aus der Verfassung zu streichen, und in der Schweiz ist eine Kontroverse um die Umbenennung einer Süssigkeit entbrannt.

Der Kolonialhistoriker Bernhard C. Schär spricht im «Focus» mit Hannes Hug (siehe Audio oben in diesem Artikel) über die Wurzeln von Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit.

Debatte um Schaumküsse ritzt nur die Oberfläche

Die Debatte um Schaumküsse sei wichtig und richtig, ritze aber lediglich die Oberfläche, sagt Schär. Um zu erfassen, worum sich der Sprachenstreit und die «Black Lives Matter»-Proteste tatsächlich drehten und was das mit uns allen zu tun habe, müssten wir tiefer schürfen, meint der Historiker.

In seiner Forschung beschäftigt sich Schär mit der kulturgeschichtlichen und gesellschaftlichen Prägung durch unser koloniales Erbe. Ein Gespräch über Ursache und Wirkung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz und der Welt.

Ein Gast, eine Stunde

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
    Sorry aber die Demonstranten demonstrieren gegen Unverhältnismäßig aber verhalten sich ebenso Unverhältnismäßig. Das Gewisse Themen wichtig sind, klar, ohne Frage! Ist es richtig die Weisungen einer Demokratie zu ignorieren? Nein! Es stehen eben so Leben auf dem Spiel wenn man sich nun nicht an die Regeln hält!
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  • Kommentar von Philippe Meng  (philippemeng)
    Rein theoretisch: Wenn der Rassismus gesellschaftlich überwunden wäre, gäbe es dann noch ein Problem, wenn man bei Schokoküssen auf die optische Ähnlichkeit zu dunkelhäutigen Personen hinweist? Oder ist das nur ein Problem, weil er noch nicht überwunden ist? Falls "ja" zu letzterem: Lohnt es sich über Dinge zu diskutieren, die im Nachhinein betrachtet gar kein Teil des Problems waren? Ich würde so weit gehen und sagen, dass das Schokokuss-"Thema" wichtigen Aspekten die Bühne nimmt!
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  • Kommentar von Jonas Sanddorn  (Sanddorn)
    Meiner Meinung nach gibt es keine kollektive Schuld, (aber auch keine kollektive Unschuld). Wenn man versucht Bevölkerungsgruppen mit einer Kollektivschuld zu stigmatisieren, teilweise noch historisch begründet, sind wir bei einer gefährlichen Form des Rassismus, der, wir hier von Herrn Schär aus dem postmodernen Antikolonialismus-Narrativ fahrlässig konstruiert, von deren Urheber nicht mehr erkennbar ist.
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