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Kino Auf diese Schweizer Filme kannst du dich 2019 freuen

2018 war mit Filmen wie «Wolkenbruch» oder «Der Läufer» bereits ein spekakuläres Kinojahr. Und wir versprechen Dir: 2019 wird dem in nichts nachstehen.

1. «LE VENT TOURNE» von Bettina Oberli

Was aus Bettina Oberlis («HERBSTZEITLOSEN», «TANNÖD», «PRIVATE BANKING») Feder kommt, hat Hand und Fuss. Ihre Drehbücher schreibt sie oft selbst, die Stoffe sind sorgfältig gewählt und bestechen meist durch eine starke weibliche Hauptpdarstellerin – so auch in «LE VENT TOURNE», der bereits 2018 in Locarno seine Première feiern konnte.

Pauline (Mélanie Thierry) lebt gemeinsam mit ihrem Freund Alex als Selbtversorgerin auf einem Bauernhof im Kanton Jura. Als das Paar entscheidet, ein grosses Windrad zu installieren, um die Stromversorgung sicherzustellen, tritt mit dem feschen Ingenieur Samuel eine Person in Paulines Leben, die das sicher wirkende Gebilde von Haus und Hof gehörig aus den Fugen zu bringen droht.

«LE VENT TOURNE» ist ein sorgfältig konstruiertes Beziehungsdrama. Er dröselt aber auch auf geistreiche und nicht Klischee-behaftete Art den Traum von absoluter Unabhängigkeit auf und zeigt dem Zuschauer, dass es schliesslich manchmal doch Sinn macht, sich von seinen Idealen und Prinzipien zu verabschieden.

Kinostart: 31. Januar 2019

Laszlo Schneider

Laszlo Schneider

SRF3-Redaktor und Filmexperte

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Der Journalist und Kino-Aficionado beäugt die Welt des Films mit kritischem Blick.

2. «ZWINGLI» von Stefan Haupt

Auf keinen Fall herum kommt man bereits im Januar um das Reformations-Drama «ZWINGLI» von Stefan Haupt («DER KREIS», «FINSTERES GLÜCK»). In minutiöser Detailarbeit wurde die Limmatstadt Zürich nachgestellt.

«ZWINGLI» ist nicht bloss eine plumpe Nacherzählung des Schweizer Reformationsprozesses, der Regisseur gibt einer wichtigen historischen Person ein Gesicht – und Charakter. Im Biopic verkörpert Max Simonischek («DIE GÖTTLICHE ORDNUNG») den jungen «Ueli» Zwingli, der im spät-mittelalterlichen Zürich gegen die Missstände in der katholischen Kirche vorgeht.

Mittendrin ist die junge Witwe Anna (Sara Sophia Meyer), die den Ideen des Reformators zuerst kritisch gegenüber steht, je länger je mehr aber in den Bann des charismatischen Predigers gerät. «ZWINGLI »verspricht einerseits visuelles Spektakel und ist gleichzeitig ein sehr gelungener Versuch, die bedeutendste Periode der Schweizer Religionsgeschichte auf lustvolle, unterhaltsame und geistreiche Art und Weise aufzuarbeiten.

Kinostart: 17. Januar 2019

3. «BEAST» von Lorenz Merz

Lorenz Merz ist ein Tausendsassa, der sich bereits als Regisseur für Kurzfilme (z.B. «UN DÍA Y NADA») einen Namen hat machen können. Beinahe bekannter ist der Zürcher hingegen für seine hervorragende Arbeit an der Kamera und seine teils düsteren Bildwelten. Sein Können wurde für das dunkle Coming-of-Age-Drama «CHRIEG» 2015 mit dem Schweizer Filmpreis für die beste Kamera belohnt.

Mit umso mehr Vorfreude erwarten wir seinen neusten Spielfilm «BEAST», der sich in der Post-Produktion befindet. Die Geschichte dreht sich um den jungen Vater Gabriel, der in einer Nacht- und Nebelaktion mit einer Gruppe von Freunden Tiere aus einem Zoo befreit und sich auf eine bizarre Reise zwischen Traum und Realität begibt – in die Regisseur Merz zusätzlich ein komplexes Beziehungsdrama um die bisher unbekannte Mutter des Kindes eingewebt hat.

Der Cast liest sich vielversprechend: Unter Anderem werden die beiden Nachwuchsstars Ella Rumpf, mit der Merz schon für CHRIEG zu tun hatte, und Luna Wedler («BLUE MY MIND», «DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT») zu sehen sein. Wir sind gespannt!

Kinostart: noch unbekannt

4. «PARADISE WAR» von Niklaus Hilber

Mit «PARADISE WAR» tauchen wir in ein den Meisten bisher unbekanntes und genauso geheimnisvolles Stück Schweizer Geschichte ein. Die Hauptfigur ist der Basler Umweltaktivist Bruno Manser, der sich in den 1980er-Jahren gemeinsam mit dem bornesischen Stamm der Penan gegen die Abholzung des Regenwalds einsetzte.

Im Jahr 2000 verschwand Manser, nachdem ihn die malayische Regierung des Landes verwiesen hatte. Seit 2005 gilt er offiziell als verschollen. Regisseur Niklaus Hilber («AMATEUR TEENS») scheute weder Kosten noch Mühen, um diese einzigartige Biographie erzählen zu können.

Bruno-Manser-Film.
Legende: Ein erster Eindruck: Sven Schelker als Bruno Manser mit Mitgliedern der Penan in «PARADISE WAR». PD/Ascot Elite

Gedreht wurde in Basel, Budapest, New York – und natürlich auch in Borneo. Nebst Hauptdarsteller Sven Schelker («DER KREIS», «GOLIATH») besteht der Cast aus bornesischen Ureinwohnern, von denen insgesamt 15 von einem Coach auf ihre Rolle vorbereitet wurden.

Die anstrengenden Dreharbeiten in Lendenschurz und teilweise fast unerträglicher Hitze haben sich gelohnt: «PARADISE WAR» ist nicht nur eine bewegende Story über einen Schweizer Einzelgänger- und Kämpfer, wir dürfen uns im Herbst auch auf spektakuläre Landschaftsbilder und den einen oder anderen, in der Schweizer Kinogeschichte so noch nie dagewesenen, Special Effect freuen.

Kinostart: Vermutlich 7. November 2019

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