«Lüthi und Blanc» wieder im TV

Von 1999 bis 2007 war der Sonntagabend in vielen Schweizer Familien für «Lüthi und Blanc» reserviert. Zehn Jahre nach dem Ende der legendären Schoggisoap zeigt SRF nun alle 288 Folgen wieder im Fernsehen. Gründe, sich die Kultserie (noch einmal) anzuschauen, gibt es viele. Hier sind fünf:

    • 1.
      Der böse Frick
      Selten konnte man einen Schweizer Bösewicht so herrlich hassen, wie Michael Frick verkörpert von Gilles Tschudi. Aber mit etwas Abstand darf man heute ruhig zugeben, es war ein bisschen eine Hassliebe. Irgendwie hat einem dieser «Gschläcket» auch beeindruckt mit seiner Kaltblütigkeit.
      Gilles Tschudi als Michael Frick (zweiter von Links) Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Gilles Tschudi als Michael Frick (zweiter von Links) SRF/Bruno R. Eberhard

    • 2.
      Flips letzte Rolle
      Nein, bei «Lüthi und Blanc» spielt Martin Schenkel nicht den Witzbold mit wechselnd bedruckten Spass-T-Shirts. Das war in der Vorgängerserie «Fascht e Familie». Aber als Steve Meier, Ehemann der Barfrau Maja, war Schenkel in «Lüthi und Blanc» beim Publikum ebenfalls äusserst beliebt. Und als die Rolle nach Schenkels Tod im Jahr 2003 neu besetzt wurde, hagelte es Proteste. Obwohl Schenkels Nachfolger Roeland Wiesnekker schon damals durchaus ein begnadeter Schauspieler war.
      Martin Schenkel als Steve Meier mit seiner Frau Maja (Tonia Maria Zindel) Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Martin Schenkel als Steve Meier mit seiner Frau Maja (Tonia Maria Zindel) SRF/Eric Bachmann

    • 3.
      Die gute alte Calvados-Bar
      Sie stand und steht eigentlich am Idaplatz in Zürich-Wiedikon. Gedreht wurden dort aber nur die Aussenszenen. Die Szenen in der Bar wurden im eigens für die Soap eingerichteten Studio in Glattfelden gedreht, wo die Calvados-Bar leicht modifiziert nachgebaut wurde. Zum «Interieur» des Calvados gehören natürlich auch die charmante und offenherzige Barfrau Lilian (Renate Steiger) und der allseits beliebte Stammgast, Strassenkehrer Willi. Funfact: In den letzten Jahren hat sich das «Calvados» zum Zürcher Szenetreffpunkt entwickelt, wo Hipster gern Craftbeer aus Brooklyn trinken und dazu mit einem Auge Fussballspiele am Grossbildschirm schauen.
      Die Calvados-Bar mit Belegschaft und Stammgast Willi (Beat Schlatter) Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Die Calvados-Bar mit Belegschaft und Stammgast Willi (Beat Schlatter) SRF/Eric Bachmann

    • 4.
      Ein schwules Paar
      Ende der 90er-Jahre war ein homosexuelles Paar zur Familiensendezeit im Schweizer Fernsehen durchaus noch eine kleine Sensation. Bei «Lüthi und Blanc» zu sehen in Form von Junganwalt Thomas Lüthi und seinem Freund Lucky Schmid. Letzterer starb nach 66 Folgen zwar am dramaturgischen Drogentod, bis zu diesem Zeitpunkt hatten Millionen Schweizer Kinder aber bereits zum ersten Mal gesehen, dass sich die Probleme schwuler Paare nicht substantiell von jenen heterosexueller unterscheiden.
      Ein fast normales Schwules Paar: Thomas (Benjamin Fueter) und Lucky (Bernhard Michel) Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Ein fast normales Schwules Paar: Thomas (Benjamin Fueter) und Lucky (Bernhard Michel) SRF/Eric Bachmann

    • 5.
      Joel Basmann als Heranwachsender
      Wegen seinem jüngeren Aussehen spielt er zwar heute noch häufig den Jugendlichen. Bei «Lüthi und Blanc» war Joel Basmann aber tatsächlich noch ein Teenager. Er übernahm die Rolle des schlitzohrigen Zizou im zarten Alter von 14 Jahren und fortan konnte ihm die ganze Schweiz beim Erwachsen werden zuschauen.
      Ein sehr junger Joel Basmann als Schlitzohr «Zizou» Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Ein sehr junger Joel Basmann als Schlitzohr Zizou SRF/Eric Bachmann

Seit dem 8. November 2017 zeigt SRF eins die 288 Folgen von «Lüthi und Blanc» jeweils am Mittwoch und Donnerstag um 15.10 Uhr. Die Episoden stehen nach der Ausstrahlung während sieben Tagen auf Play SRF zur Verfügung (hier klicken!).