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Rüedu und die Rinder
Legende: Bauer Rüedu und seine Rinder «Sie strecken jeweils den Kopf durch den Zaun, um sich die Lichtshow anzusehen.» SRF
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SRF 3 Sommer Bauer «Rüedu» lebt das ganze Jahr auf dem Güsche

Weil die Musikfans dieses Wochenende nicht auf seiner Wiese feiern, hat Ruedi Balsiger mehr Futter für seine Rinder. Doch wenn es nach ihm ginge, hätte er lieber das Festival, als das Futter vor dem Haus.

Wir blicken auf grüne Felder, statt feierwütige Menschen. Ohne Gurtenfestival mit seinen Besucherinnen und Besuchern, ist der «Güsche» ein idyllischer Berg mit wiederkauenden Rindern. Und mittendrin der Hof von Ruedi «Rüedu» Balsiger, der schon dort aufgewachsen ist.

Ich hatte das Glück, dass ich während des Festivals nie «werchen» musste, sondern nur geniessen konnte.
Autor: Ruedi BalsigerBauer

Für die Natur sei es sicher nicht schlecht, wenn das Gurtenfestival mal für ein Jahr nicht stattfinde, so Balsiger. Ihn selbst lässt die Absage jedoch nicht jubeln, da es auch finanzielle Einbussen gibt. «Ich habe jedes Jahr einen Verpflegungsstand am Gurtenfestival, wo ich das Fleisch meiner Tiere vermarkte. Daher habe ich nicht wirklich Freude, dass das Festival nicht stattfindet.» Seit knapp 30 Jahren habe es für ihn praktisch immer ein Festival gegeben.

Ruedi Balsiger bezeichnet sich nicht als «typischen» Konzertgänger, auch wenn er sich jeweils die Shows der Künstlerinnen und Künstler ansieht. Aber noch ungewöhnlichere Zuschauer sind seine Rinder, die jeweils den Kopf über den Zaun streckten, «um zu sehen, was bei der Lichtshow abgeht», so Balsiger. Werde es ihnen zu laut, würden sie sich auf den hinteren, ruhigeren Teil der Wiese zurückziehen.

Ein Rind muht, andere stehen hinten
Legende: Zaungäste Die Rinder von Ruedi Balsiger geniessen dieses Jahr mehr Gras und weniger Liveshows. SRF

Falls dir Bilder von feiernden Menschen und dröhnender Livemusik lieber sind, dann gibt's hier die ganze Übersicht, wann du welche Gurtenfestival-Highlights geniessen kannst.