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Aktuell Stiere Studis?

Amerikanische Studenten sind braver und einsamer denn je. Heftige Zechgelage und ungehemmte Liebesnächte? Das war einmal. Das einzige, was US-Studis exzessiv tun, ist surfen – im Web. Und Schweizer Studenten, sind die auch lahm und zahm geworden?

Audio
SRF 3 stürzt sich mit dem Mikrofon ins Zürcher Nachtleben und sucht die Ungezähmten.
aus Audio Aktuell SRF 3 vom 17.02.2015.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 6 Sekunden.

Gemäss einer Studie, die unlängst vom «Higher Education Research Institute» in Los Angeles herausgegeben wurde, ist die süsse, versoffene Studentenzeit in Amerika vom Aussterben bedroht.

Konkurrenzkampf unter Studenten

Eine Umfrage unter Erst- und Zweitsemestlern hat gezeigt, dass fast 39 Prozent der Befragten nicht mehr als fünf Stunden in der Woche mit ihren «Buddies» (Kommilitonen) verbringen. Die Party-Erfahrung, die sie bei ihrem Übertritt ans College im Gepäck mit dabei haben, ist ausserdem sehr bescheiden.

Es sieht so aus, als ob Studenten ihr soziales Leben vernachlässigen und sich dafür mehr auf ihr akademisches Leben konzentrieren.
Autor: Kevin EaganAssistenz-Professor UCLA

Einen Grund dafür sieht Forscher Kevin Eagan im zunehmenden Konkurrenzkampf. «Vielen Studierenden ist schon seit der Grundschule eingetrichtert worden, wie wichtig es ist, an einem guten College aufgenommen zu werden.»

Student sitzt im Café und schaut auf sein Smartphone
Legende: Sind die wilden Zeiten vorbei? Der soziale Austausch amerikanischer Studenten findet online statt. Colourbox

Dass sich die Studierenden aufgrund des grösseren Leistungsdrucks seltener besinnungslos feiern, mag die Eltern sehr freuen. Andererseits übt man sich bei Partys und gemeinsamen Aktivitäten mit anderen Studierenden auch im sozialen Umgang und knüpft wichtige Kontakte.

Virtuelle Gesellschaft statt Face-to-Face-Feierei

An die Stelle des direkten sozialen Austausches ist der virtuelle getreten: Der Anteil Studierender, der mehr als sechs Stunden die Woche in sozialen Netzwerken verbringt, ist von 18.9 Prozent (im Jahr 2007) auf 27.2 Prozent gestiegen.

Und da, im Netz, gibt's natürlich auch noch die eine oder andere Studentenorgie zu entdecken – nicht direkt auf Facebook, sondern vielmehr in Videos auf Schmuddelwebseiten. Googelt man nämlich «wilde Studentenparties», landet man subito im inszenierten Exzess. Mit dem echten Leben hat das dann wirklich nicht mehr viel zu tun.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Elena Meier , Zürich
    @Urs Läubli: Sie gehören sicher auch zu den Leuten die nie eine Uni von innen gesehen haben... also sparen Sie sich doch ein Urteil darüber!
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  • Kommentar von Urs Läubli , Tessin
    Studenten sollen genau so wie Gleichaltrige, welche eine Lehre, FMS, etc. abschliessen/abgeschlossen haben, ihre Freizeit gestalten können. ABER: Es sind Studentencharakteren präsent, die den Eindruck vermitteln, da sie eine Universität/ Hochschule absolvieren, dass sie sich mehr Freiheiten nehmen können und ihr Leben (welches sehr oft von Papa Bank abhängig ist) dadurch sehr ausufernd und nicht mehr zielgerichtet gestalten. Populistisch ausgedrückt: Schön wird studiert statt gekotzt!
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  • Kommentar von Fabienne , Biel
    Ich finde die Studenten sollen in einem gewissen Mass auch noch Freizeit haben. Viele haben einen Druck schon von klein auf, dass sie ein gutes College abschliessen müssen. Dazu finde ich, der Student sollte selbst entscheiden, ob er das möchte. Wenn er das möchte, muss er sich bewust sein, dass er weniger Freizeit hat.
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