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Ein türkischer Polizist setzt einen Pfefferspray gegen eine Demonstrantin ein.
Legende: Ein türkischer Polizist setzt einen Pfefferspray gegen eine Demonstrantin ein. Reuters
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Aktuell Türkei: «Lady in Red» wird zum Symbol der Proteste

Eine Frau in rotem Kleid wird von der Polizei mit Pfefferspray eingedeckt. Das Bild geht um die Welt und wird zum Sinnbild für den Konflikt rund um den Gezi Park in Istanbul.

Mit einem roten Sommerkleid, offenem Haar und einer weissen Stofftasche steht die junge Frau auf einer Wiese. Die Szene könnte an einer Gartenparty sein. Doch neben ihr steht ein Polizist mit Gasmaske und einem übergrossen Pfefferspray in der Hand. Er zielt auf die junge Frau und drückt ab. Abgedrückt hat in dieser Sekunde auch Reuters-Fotograf Osman Orsal.

Die Frau dreht sich weg.
Legende: Die Frau dreht sich weg. Reuters

Die Bildfolge dieser Szene geht rasch um die Welt, verbreitet sich angetrieben von Facebook und Twitter und steht plötzlich als Sinnbild für die Proteste von Istanbul, den Ruf einer jungen Bevölkerung nach mehr Freiheit und Demokratie.

Die Proteste gegen die islamisch-konservative Regierung reissen während Tagen nicht ab. Zehntausende demonstrierten in der Nacht auf Dienstag in Istanbul friedlich gegen Ministerpräsident Erdogan. «Regierung, Rücktritt!», forderten sie. Die Polizei stoppte sie erneut mit Wasserwerfern und Tränengas.

Bereits gibt es Grafiken und kunstvolle Abwandlungen des Bildes. Diese tauchten inzwischen in der Presse und auf Transparenten mitten in den Demonstrationen wieder auf.

Damit reiht sich «The Lady in Red» in eine Reihe vieler grosser Pressefotografien ein, welche heute als Sinnbild für geschichtliche Ereignisse stehen. Siehe den Link-Tipp dazu.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von F.K. , Brüssel
    Beim Unterdrücken von Frauen, egal wie, hatte diese Männer-Kultur schon immer eine Vorreiterstellung. Der Pfeffersprayer wird jetzt wahrscheinlich als Ehrenmann gefeiert und befördert. Abscheulich und typisch zugleich.
    1. Antwort von No Name , Schweiz
      Leider ist dem so.. Traurig aber wahr!
  • Kommentar von Reza Ziaeian , Fribourg
    Ich habe keine Ahnung, was dort wirklich passiert, deswegen will ich nicht eine naive Stellung nehmen. Aber ein konstruktiver Weg zu protestieren, ist das Unterschirften-sammeln. Wenn die Demonstranten die Mehrheit sind, werden die Unterschriften ein klares Beweis dazu liefern. Jetzt sind 3 Menschen umgekommen, und wenn das Blut vergossen wird, wird normalerweise die Situation immer mehr verschlechtert (Leider).