10 Tipps für kreativere Smartphone-Fotos

Die Kamera in deinem neuen Smartphone ist besser als viele Kompaktkameras von vor ein paar Jahren. Zudem hast du sie immer und überall dabei. Schnell geknipst – kostet nix. Gibt viele Fotos, von denen aber nicht alle toll sind. Hier sind zehn Tricks, die deine Ferien-Fotos interessanter machen.

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Einen Beitrag zum Thema hören sie heute um 11:10 auf Radio SRF 1.

Die beste Kamera ist die, die man bei sich hat. Also die im Handy drin. Mit jeder neuen Generation von Smartphone-Kameras stellt man sich mittlerweile auch die Frage, ob man überhaupt noch etwas anderes braucht.

Draufhalten und Abdrücken: Damit ist es aber meist nicht getan. Hier sind zehn simple, aber effektive Tricks, mit denen dir kreativere Smartphone-Bilder gelingen.

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      Tipp 1: Rahmen

      Personen oder Objekte stechen aus einem Bild heraus, wenn wir sie ein einer Tür oder einem Durchgang fotografieren und ihnen so einen natürlichen Rahmen geben. Dieser Effekt lässt sich auch überzeichnen. Mit einem Rahmen, den wir aus einem Stück Karton ausschneiden und ins Bild halten, können wir Motive auf ganz ungeahnte und kreative Weise einrahmen. Es entstehen Effekte, die an Comics erinnern oder wie plastische Polaroid-Bilder wirken.

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      Tipp 2: Die Sonnenbrille ist auch ein Filter

      Statt die immer gleichen Instagram-Filter auf seine Fotos zu peppen, kann man auch mal die Sonnenbrille dazu verwenden. Brillen mit Verläufen in der Tönung eignen sich zum Beispiel, um einen über-hellen Himmel abzudunkeln. Sind die Gläser der Sonnenbrille polarisiert, sorgen sie obendrein für kräftigere Farben und Kontraste. Und hält man die Brille etwas von der Kamera weg, wird sie zum kreativen Element im Bild oder dient als Rahmen. (Siehe Tipp 1)

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      Tipp 3: Bild im Bild

      Fotos, auf denen wir mit Objekten oder Personen interagieren, sind meist interessanter als wenn wir einfach in die Kamera lächeln. Ein zweites Smartphone dient zu diesem Zweck als dynamisches Poster, auf dem wir beliebige Objekte, Muster oder Gesichter abbilden können. Eine imaginäre Begleitung oder ein imaginärer Gegenstand in unserer Hand kann einer Szene eine komplett andere Bedeutung geben. Halten wir uns das Bild vor das Gesicht, entstehen gar gespenstische Alter-Ego-Selfies.

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      Tipp 4: Unterwasser-Shots

      Ungewohnte Perspektiven sorgen meist für die spannenderen Bilder. Steckt man das Smartphone in ein Glas oder einen ähnlichen Behälter und taucht ihn zur Hälfte ins Wasser, sind gar Fotos von unter der Wasseroberläche möglich. Mit teilweise unvorhersebaren Effekten. (Natürlich gibt es auch von Haus aus wasserdichte Smartphones wie etwa das Sony Experia Z3, das Galaxy S5 oder das HTC Desire Eye.)

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      Tipp 5: Planeten statt Panoramen

      Smartphones machen technisch überzeugende Panorama-Aufnahmen. Das Problem ist nur, dass es kaum eine sinnvolle Art gibt, diese Bilder anzuschauen, geschweige denn sie auf Social-Media-Kanälen zu teilen. Unser Tipp: Mithilfe einer von diversen Tiny-Planet-Apps ein sphärisches Panorama erstellen. Die Parameter in diesen Apps sorgen für endlose Spielmöglichkeiten und kreative Experimente. Das Endresultat lässt sich dank passendem Format auch auf Instagram oder anderen Foto-Diensten teilen.

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      Tipp 6: Klonen mit der Panorama-Funktion

      Wenn schon eine Panorama-Aufnahme, dann bitte eine kreative. Etwa eine mit geklonten Personen darin. Da Panoramas keine Moment-Aufnahme sind, sondern während einiger Sekunden kontinuierlich aufgezeichnet werden, können die gleichen Personen mehrmals in einer Aufnahme auftauchen. Dazu müssen sie während der Aufnahme hinter der Kamera durchhuschen, um von der anderen Seite her wieder im Bild zu erscheinen.

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      Tipp 7: Lochkamera

      Wir machen ein kleines Loch in ein Stücken Karton und halten es vor die Kamera. Damit verwandeln wir unser Smartphone zwar nicht in eine Lochkamera, doch die Bilder erhalten einen trashigen Look mit dem berüchtigten Vignettierungs-Effekt. Ähnliche Effekte lassen sich zwar auch mit Instagram und anderen Filter-Apps erzielen, doch hier haben wir direkten Einfluss darauf, wie das Bild tatsächlich entsteht. (Hey, Wir können das auch ohne App!)

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      Bildlegende: Touch Retouch: Mit einem Wisch ist alles weg. SRF

      Tipp 8: Bildbearbeitung auf dem Handy

      Auch anspruchsvollere Bildbearbeitung ist heute auf dem Smartphone möglich. Wie etwa das Entfernen von störenden Objekten aus einem Bild (Touristen!). Erstaunliche Resultate liefert Touch Retouch (Siehe GIF. Android, iOS). Der Tourist Eraser (iOS) geht noch einen Schritt weiter: Er filtert alle beweglichen Teile aus einer Aufnahme-Reihe, also Autos und Personen; allerdings mit durchzogenen Resultaten. Eine der besten Apps für die mobile Bildbearbeitung heisst Snapseed (Android, iOS, Win10): Präzise Werkzeuge für die Bildkorrektur sowie Filter und Entfern-Funktion.

    • Icon von der App Touchnote Bild in Lightbox öffnen.

      Bildlegende: Post kommt immer gut an. touchnote

      Tipp 9: Postkarte ab Smartphone

      Okay, das hier ist kein eigentlicher Foto-Tipp, aber er macht sich gut für die Ferien: echte Postkarten ab dem Handy verschicken! Mit Apps wie Touchnote oder PosterXXL. Ein Foto-Gruss im Briefkasten generiert mit Sicherheit mehr Aufmerksamkeit als eines von tausend Bildern im Instagram-Feed.

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      Bildlegende: . Google Photos

      Tipp 10: Backup in der Cloud

      Und zu guter Letzt: Wer schon in den Ferien Sicherheitskopien seiner Fotos erstellt, lebt ein wenig sorgenfreier. Das geht mühelos mit Cloud-Diensten wie Google Fotos oder Flickr. Ein weiterer Vorteil: Sind die Fotos erst einmal online gespeichert, kann man sie bei Bedarf auch vom Smartphone löschen, beispielsweise wenn der Speicher voll ist.

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Dieses Youtube-Video von COOPH, der Cooperative of Photography, hat uns zu diesem Beitrag inspiriert.

PS: Für alle, die's noch nicht wissen: Die Lautstärke-Knöpfe am Smartphone-Kopfhörer dienen auch als Fernauslöser. Ideal für Selfies ohne Arm im Bild.