5 Tipps für coole Snapchat-Stories

Snapchat ist der Social-Media-Dienst der Stunde. Mit 100 Millionen Nutzern, die jeden Tag über 10 Milliarden (!) Videos schauen. Gut ein Drittel davon als sogenannte Snapchat-Stories – Bilder und Videos in chronologischer Reihenfolge, die alle sehen können. Hier 5 Tipps für eine gute Snapchat-Story.

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Stories: So geht's

Um einen Snap zu einer Story hinzuzufügen, muss nach der Aufnahme das Plus-Zeichen am unteren Rand des Bildschirms gedrückt werden. Wer will kann auch den Pfeil am rechten unteren Rand drücken und «My Story» als Empänger wählen. Beim Anschauen von einzelnen Snaps der eigenen Story können diese mit dem Papierkorb-Symbol auch wieder gelöscht werden.

Seit Snapchat die My Story-Funktion im Dezember 2013 eingeführt hat, gehören die Stories zu den beliebtesten Features der App. Bilder und Videos lassen sich mit einem Klick zur eigenen Story hinzufügen und können so während 24 Stunden von allen gesehen werden.

So sind die Snaps zwar öffentlich, verschwinden nach einer bestimmten Zeit aber wieder. Das senkt die Hemmschwelle, auch einmal etwas zu veröffentlichen, das nicht perfekt ist und nicht für die Ewigkeit bestimmt. Und weil es bei Snapchat sowieso nicht viele Möglichkeiten zur Bild- und Videobearbeitung gibt und Snaps nur direkt und nicht aus der Bildergalerie hochgeladen werden können, bleiben die Ansprüche von vornherein gering.

Tipps und Tricks

Trotzdem entsteht eine gute Geschichte nicht einfach von selbst. Darum gibt es hier 5 Tipps für bessere Snapchat-Stories:

1) Filmsprache

Bei Snapchat gibt es zwar nur wenig Editiermöglichkeiten, aber weil die Snaps einer Story in chronologischer Reihenfolge hintereinander gezeigt werden, können wir hier zu filmischen Mitteln greifen. Einzelne Snaps als schnelle Schnitte planen zum Beispiel, Gegenschnitte machen oder Zooms.

Letzteres hat einen besonders dramatischen Effekt, wenn wir die Betrachtungsdauer eines Foto-Snaps recht kurz einstellen und dasselbe Bild darauf näher gezoomt gleich noch einmal zeigen. Und dann gleich noch einmal, noch näher gezoomt. Beispiele dazu gibt es im Video oben (das wir für Youtube trotzdem noch ein wenig editiert haben).

2) Spannungsbogen

Zwei Snaps, ein erstes mit einem vollen Blastikbecher Milkshake und der freudigen Hoffnung auf einen guten Tag, im zweiten Bild ist der Milkshake ausgeleert und die Hoffnung zunichte. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Doch kein guter Tag... Buzzfeed

Eine gute Story soll nicht bloss eine wahllose Sammlung von Zufallsmomenten aus unserem Alltag sein, sondern einen roten Faden und am besten einen Spannungsboden haben.

Spannung entsteht etwa durch die Verwendung von unterschiedlich langen Snaps und der Abwechslung zwischen Fotos und Videos. Musik und ein kurzer Text zu jedem Bild können die Spannung zusätzlich verstärken. Und schliesslich muss eine gute Story nicht lang sein. Wenn die Punchline stimmt, dann genügen schon zwei Snaps, wie das Bild links beweist.

3) Mit Farben und Emojis arbeiten

Ein Emoji umrahmt das Geschlechtsteil von Michelangelos David. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: David plus Emoji. Imgur

Nicht jeder Tag ist aufregend und nicht jeder hat ein derart spannendes Leben, dass jede Minute daraus Stoff für einen Snap hergibt (ausser man heisst Kim Kardashian, klar!).

Wenn der Alltag also einmal zu langweilig ist, um ihn als Snapchat-Story zu zeigen, können Farben und Emojis helfen. Damit peppen wir nicht nur unsere Bilder auf, sondern bringen zusätzlich noch Handlung in eine Folge zusammenhängender Snaps.

Besonders Begabte zeichnen zum Beispiel Monster, Biester und Bestien auf ansonsten unspektakuläre Hintergründe. Andere setzen gezielt Emojis ein, um ihren Snapchat-Stories einen unerwarteten Dreh zu geben. Ein Beispiel für ein besonders schön platziertes Emoji zeigt das Bild zur Linken.

4) Dialoge mit Snapchat-Linsen

Ein Dialog zwischen der Sängerin Adele und einer Frau im Tropenhut, inszeniert mit Snapchat-Lenses. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ranja Kamal im Dialog mit Adele. SRF

Problem: Wir wollen für unsere Snapchat-Story einen lustigen Dialog zwischen zwei Charakteren inszenieren, finden aber kein Gegenüber, das mit uns sprechen will. Lösung: Wir sprechen einfach mit uns selbst. Dank Snapchat-Linsen muss das nicht nach einem psychotischen Anfall aussehen. Mit diesen Linsen – einem Filter, der unser Gesicht erkennt und mit einem anderen, sei es von Mensch, Tier oder Fantasiewesen, überlagert – können wir in jedem neuen Snap in eine andere Rolle schlüpfen.

Wem die vorgegebenen Linsen nicht genug sind, kann zum Face-Swap-Feature greifen. Das ermöglicht uns, unser Antlitz mit einem beliebigen Gesicht aus der Fotogalerie unseres Smartphones zu überlagern. Dem der Grossmutter zum Beispiel, die auf einem Familienfoto zu sehen ist oder dem eines Stars, den wir aus einem Promi-Magazin abfotografiert haben. So können wir uns etwa in Popsängerin Adele zu verwandeln und ein neckisches «Hello from the other side» trällern, wie das Ranja im Bild links tut. Oder ein Fake-Interview mit einer anderen Berühmtheit zu führen. Wer noch mehr von Ranjas Snapchat-Storys sehen will: Ihr Username ist «ranja_kamal» (Hint: Selbstvermarktung ist bei Snapchat zentral!).

5) Authentizität

Last, but not least: Trotz aller Inszenierung bleibt Authentizität ein Muss für eine gute Snapchat-Story. Ungekünstelt, nicht perfekt, spontan, unfertig – der beste Tipp für Snapchat ist, sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen.

Es sind genau die unperfekten Momente, die Pannen und fröhlichen Missgeschicke, die eine Snapchat-Story für andere interessant machen. Weil sie solche Situationen auch selbst kennen. Und keine Sorge: Nach 24 Stunden ist auch die peinlichste Story wieder verschwunden.

Ein Blick hinter die Kulissen des Promi-Lebens

DJ Khaled gerät auf seinem Jet Ski in Seenot Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: DJ Khaled gerät in Seenot. SRF

Wer sich zuerst von anderen will inspirieren lassen: Das New York Magazine hat eine Liste der 100 «best, coolest, smartest, weirdest» Snapchat-Accounts zusammengestellt, denen sich zu folgen lohnt.

Darunter ist auch der von DJ Khaled (Username: djkhaled305) , der praktisch jede Minute seines Lebens auf Snapchat zu dokumentieren scheint. Unter anderem auch die stockdunkle Nacht, in der er mit seinem Jet Ski fast nicht mehr nach Hause fand.

Neben DJ Khaled nutzen mittlerweile viele andere Prominente Snapchat, hauptsächlich um ihren Fans einen Blick hinter die Kulissen ihres Alltags zu geben – von Arnold Schwarzenegger über Justin Bieber bis eben zu den obligaten Kardashians.

Und schliesslich: Auch «SRF Digital» hat einen Snapchat-Account. Einfach nach «srfdigital» suchen.

Ein Mann mit Armbrust, ein Mann mit Totenköpfen auf den Augen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wilhelm Tell als Snapchat-Story. SRF