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Steve Ballmer steht vor einem blauen Hintergrund auf dem Microsoft steht.
Legende: Mit neuen Strukturen will Steve Ballmer sein Unternehmen wendiger und innovationsfähiger machen. Keystone
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Digital Bei Microsoft bleibt kein Stein auf dem anderen

Microsoft, das einst einflussreichste IT-Unternehmen der Welt, hat in den letzten zehn Jahren viel von seinem früheren Glanz verloren. Jetzt will die Führung den Konzern gründlich umbauen.

Die vergangenen zehn Jahre waren für Microsoft zum Abhaken. Das Unternehmen steht zwar wirtschaftlich noch immer auf sicheren Beinen, doch die Liste der erfolgreichen neuen Produkte liest sich schnell. Den Grund für die Innovationsschwäche orteten Kritiker schon länger in einer veralteten Unternehmens-Struktur. Die neusten Umbaupläne der Konzernspitze scheinen ihnen Recht zu geben.

Weg vom Schubladendenken

Bis heute unterhielt Microsoft Abteilungen für die Entwicklung einzelner Produkte wie Windows, Office oder Xbox. Diese Organisation, die ein kompetitives Umfeld hätte fördern sollen, führte nach Ansicht der Kritiker allerdings dazu, dass sich die einzelnen Abteilungen öfter bekämpfen als unterstützen. Echte Innovationen seien so behindert worden.

Die Abgänge von Steven Sinofsky, dem Chef der Windowsabteilung, im November 2012 sowie vom Chef des Xbox Teams, Don Mattrick, vor wenigen Wochen geben diesen Stimmen wohl recht. Und Microsoft scheint nun entschlossen, diese Strukturen aufzubrechen und neue, übergeordnete Abteilungen für Hardware, Software, Cloud-Dienste, Forschung und weitere Bereiche zu schaffen.

Going forward, our strategy will focus on creating a family of devices and services for individuals and businesses that empower people around the globe at home, at work and on the go, for the activities they value most
Autor: Steve BallmerCEO Microsoft

Auch das Individuum zählt

Auch wenn aus dem öffentlichen E-Mail von Steve Ballmer an seine Belegeschaft wenig Konkretes hervorgeht, lässt sich doch erahnen, wo Microsoft den dringendsten Handlungsbedarf sieht: bei den Konsumenten. Zwar sind die Unternehmen Microsoft bis heute treu geblieben und bilden das wirtschaftliche Fundament des Unternehmens. Doch die Konsumenten und kleineren Einzelfirmen («individuals») sind zu den wichtigeren Entscheidungsträgern geworden, wenn es darum geht, auf welche IT-Systeme man heute setzt.

Umso wichtiger scheinen die Anstrengungen von Microsoft, mit seinen Surface-Tablets und Windows-8-Smartphones von Nokia zum Erfolg zu kommen. Die Neuorganisation dürfte unter anderem auf solche Projekte zugeschnitten sein.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von K.D.Waldeck , Bellinzona
    Als Alternative zu Microsoft gibt es bekannterweise seit langem das kostenlose und erheblich sicherere LINUX, inzwischen mit einem grossen Angebot von Bürosoftware. Die Kosten für die Umschulung des Personals wären durch die Einsparungen für MS-Produkte mehr als abgedeckt und zudem nur einmalig. Die Entwicklungen und Anpassungen in der Linux-Welt sind erheblich flexibler und schneller als bei MS und Apple. COOP mit dem wahrlich antiken MS-NS wäre sicher ein möglicher Umstiegskandidat.
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  • Kommentar von Ernst Jacob , Moeriken
    Die Unternehmen sind Microsoft treu geblieben, weil ihnen gar keine andere Wahl blieb, es gab ja keinen Alternativen. Mit Windows8 hat jetzt Microsoft zusätzlich einen Weg gewählt, der es den Unternehmen unmöglich macht, irgend etwas an bestehenden IT-Strukturen zu ändern, ohne in Kauf nehmen zu müssen, die ganze Belegschaft auf die 'neue' Technologie umschulen zu müssen. Wie z.B. COOP, die wahrscheinlich aus dem Grund immer noch mit Win NT arbeiten, weil alles andere einfach zu teuer käme...
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