Zum Inhalt springen
Inhalt

Digital Connected Homes: Auf der Suche nach Standards

Intelligente Heizungen, ferngesteuerte Beleuchtung, digitale Türschlösser. An der Baumesse «Swissbau» in Basel werben viele Hersteller mit Ihren Systemen für vernetzte Häuser. Dabei denken die meisten zu sehr in ihren eigenen Gärtchen.

An der Baumesse demonstreiert jemand ein Intelligentes Dachfenster.
Legende: Bei Berührung Wärme: Per Touchscreen die Raumtemperatur oder die Belüftung steuern. Reto Widmer/SRF

Wenn man sich an der Baumesse «Swissbau» in Basel umsieht, entdeckt man Dachfenster, die sich aus der Ferne öffnen und schliessen lassen, Haushaltsgeräte, die sich über die Stromleitungen selber vernetzen oder Smartphone-gesteuerten Heizungsregler. Das Angebot an intelligenten Steuerungssystemen ist breit und die Konzepte dahinter sehr unterschiedlich. Schnell zeigt sich aber auch, dass die Anbieter dieser Systeme oft zu sehr in ihren eigenen Disziplinen denken. Lösungen, die alle Funktionen abdecken, um ein Haus als ganzes smart zu machen, sind daher noch selten.

Energiemanagement – nicht Komfort

Wohnraum intelligent zu machen, hat weniger mit Spielerei und Komfortgewinn zu tun als vielmehr mit zukunftstauglichem Energiemanagement. Unsere künftige Stromversorgung wird auf unterschiedlichen, dezentralen Energiequellen aufbauen, die wetterabhängig und zu unterschiedlichen Tageszeiten Energie liefern. «Connected Homes», also Gebäude mit intelligenten und mit dem Internet verbundenen Systemen für Heizung, Kühlung, Waschmaschine usw., werden ihren Energiebedarf künftig nach dem Angebot dieser Quellen richten können. Eine wichtige Massnahme um Energie-Bedarfsspitzen zu brechen.

Entwicklung verschlafen? Noch nicht ganz

Bei den Ausstellern an der Swissbau herrscht eine Mischung aus Aufbruchstimmung und Ungewissheit. Nachdem kürzlich auch der Software-Riese Google mit dem Kauf der Firma «Nest Labs» das Smart Home-Terrain betreten hat, ist jedem in der Branche endgültig klar geworden, das der Zug bereits am Rollen ist.

Wir sind darauf gefasst, dass Systeme von Google, Apple oder Microsoft auf den Markt kommen werden.
Autor: Benno KollmannGeschäftsführer Danfoss Schweiz

Die Frage aus der Sicht der Hersteller ist derzeit, ob man auf das richtige Rollmaterial, sprich auf die richtigen Standards bei seinen Produkten gesetzt hat. Benno Kollmann, Geschäftsführer von Danfoss Schweiz, beobachtet den Markt deshalb sehr genau. Sein Unternehmen ist bei der Wärmetechnik gut positioniert und entwickelt seine eigenen vernetzten Steuerungs-Systeme. Er ist nicht besorgt, hat aber auch Respekt vor dem Markteintritt grosser neuer Konkurrenten.

Dass vernetzten und intelligenten Häusern die Zukunft gehört, da ist sich die Branche einig. Wann das Wohnen in «Smart Homes» zur Normalität wird, ist heute noch schwer zu sagen. Vieles hängt davon ab, welche Systeme und Plattformen sich durchsetzen werden und ob die Hersteller sich auf gemeinsame Standards werden einigen können.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.