Die besten Apps für Kinder – eine Auswahl

So selbstverständlich wie mit Autos und Bääbi spielen Kinder heute mit Tablets und Smartphones. Und das bereits im Vorschulalter. Das Angebot an Apps für die Kleinen und ganz Kleinen ist schier unüberschaubar. Hier ist unsere Auswahl an alten und neuen Favoriten.

Die Spreu vom Weizen zu trennen, ist in diesem Fall nicht einfach: Wie soll man aus geschätzt über 200’000 speziell für Kinder entwickelten Apps die richtigen wählen? Und täglich werden es mehr. Ab welchem Alter sollen Kinder überhaupt mit Apps spielen? (Mehr dazu am Ende des Artikels.) Es gibt ein paar einfache Entscheidungskriterien, die helfen, sich im Angebotsdschungel zurechtzufinden.

Keine Werbung und In-App-Käufe

Wer einen Bogen um Apps mit In-App-Käufen macht, tut sich selber und seinen Kindern einen Gefallen. Die vermeintlich kostenlosen Apps nötigen die Kinder meist früher oder später, Geld für irgendeine Erfahrung oder eine Belohnung im Spiel auszugeben. Ein paar Franken beim Kauf einer fairen App auszugeben, erspart Eltern wie Kindern später unnötigen Stress. Es gibt hier allerdings Ausnahmen wie beispielsweise Apps, die man in einer Gratis-Version testen und anschliessend per In-App-Kauf erwerben kann.

Mindestens so problematisch sind Apps, die den Kindern Werbung in Form von Pop-Ups oder Videos anzeigen. Auf Titel, die sich auf diese Art und Weise finanzieren, haben wir in unserer Bestenliste ebenfalls verzichtet.

Zurückhaltung ist auch bei Apps geboten, die eine Registrierung oder die Eingabe persönlicher Daten verlangen, oder sich unseren Social Media Kontakten empfehlen wollen.

Die 20 Empfehlungen der SRF Digital Redaktion

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      Streichelzoo

      Wunderbar einfach sind die Tier-Illustrationen in diesem interaktiven Bilderbuch. Die Tiere lassen sich per Fingerwisch streicheln aber auch verbiegen und verdrehen, anblasen und anspritzen. Lachen und schmunzeln garantiert. Alter: 2-5, Preis: 3 Franken, Plattformen: Android, iOS

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      Bildlegende: Eine der beliebtesten Spiele aus dem Haus Toca Boca: Dökterlis toca boca

      Toca Doctor

      Das Entwickler-Studio Toca Boca bietet einen ganzen Blumenstrauss an Apps, die auf Kinder im Vorschulalter zielen. Dökterlis spielen, Iisebähnle, Haare schneiden, sich neu ankleiden, mit Werkzeug experimentieren, Musik machen. Alter: 2-5, Preis: 0-3 Franken, Plattformen: Android, iOS, Win10

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      Komm mit ans Wassser

      Wer die Wimmelbücher von Ali Mitgutsch noch aus der eigenen Kindheit kennt, wird Freude haben an den digitalen Ausgaben. (Komm mit ans Wasser, Auf dem Lande, Rundherum in meiner Stadt) Wer nach mehr Interaktion und weniger Nostalgie sucht, ist mit anderen Bilderbuch-Apps vielleicht besser beraten. Alter: 2-5, Preis 3 Franken, Plattform: iPad

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      Bildlegende: yum yum

      Yum Yum!

      Eine sehr erfrischend gestaltete und humorvolle App, in der wir Tiere und ihr passendes Futter finden müssen, um ihren Hunger zu stillen. Alter: 2-5, Preis: 3 Franken, Plattform: iOS

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      Fiete

      Mit dem Matrosen Fiete die Welt entdecken. Die liebevoll gestaltete App ist voller interaktiver Symbol-Bilder für die ganz Kleinen mit altersgerechten Mini-Games. Weitere Abenteuer mit Fiete gibt es in separaten Apps. Alter: 2-5, Preis: 3 Franken, Plattformen: Android, iOS, Win10

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      Schlaf gut

      Schon fast ein Klassiker unter den interaktiven Bilderbuch-Apps. Eine Gutenachtgeschichte, bei der die Kinder die Tiere auf dem Bauernhof ins Bett bringen dürfen. Liebevoll gestaltet, mit dem richtigen Mass an Interaktion und einer ansprechenden Erzählstimme. Alter: 2-5, Preis: 2 Franken, Plattformen: Android, iOS

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      Sago Mini Space Explorer

      Wie bei Toca Boca gibt es auch von Sago mini einen breiten Katalog an Apps für die ganz Kleinen. Ohne eigentliches Spielziel fliegt man als Vögelchen durch die Welt, schwimmt als Fisch durch den Ozean oder erkundet als Hund den Weltraum. Alter: 2-5, Preis 1-3 Franken, Plattformen: Android, iOS, Win10

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      Spielplatz 1

      Eine grosse kleine Spielesammlung mit einem Dutzend Klassikern wie Finde den Unterschied, Puzzle, Memory, Melodien nachspielen und so weiter. Die kompakteste Form von Mini-Games. Alter: 2-5, Preis: 4 Franken, Plattformen: Android, iOS

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      Drawnimal

      Für einmal passiert das Interessante bei dieser App neben dem Bildschirm. Bei Drawnimal zeichnen wir die Beine, Ohren, Hörner oder Flossen von Tieren auf ein Blatt Papier, in dessen Mitte das iPad liegt. Danach starten wir die zum Tier passende Animation in der App. Die minimalistischen Animationen und die gut ausgewählten Sound-Effekte erwecken die Zeichnung darum herum zum Leben. Alter: 3-6, Preis: 2 Franken, Plattform: iOS

    • Wimmelburg

      Eine Mischung aus Wimmelbuch und Spiel. Auf der Wimmelburg lässt sich fast alles durch einen Klick zum Leben erwecken. Die Figuren machen Suchspiele mit uns oder wir pfeifen mit den Vögeln. Leider etwas kurz. Alter: 3-6, Preis: 3 Franken, Plattformen: Android, iOS

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      Knard

      Ein interaktives Bilderbuch – für Tablets und Smartphones geschrieben und gestaltet. Ein reichhaltiges kleines Abenteuer mit einer tollen Erzählerstimme, schönen Bilder und mit gelungener Navigation und Bedienung. Alter: 5-8, Preis: 2 Franken, Plattformen: Android, iOS

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      Bildlegende: asdf asd

      Monument Valley

      Monument Valley ist ein Spiel ohne Altersempfehlung, also nicht explizit für Kinder. Doch auch sie sind fasziniert vom exquisiten Design und von der Einfachheit der Spielvorgabe. Man navigiert eine Prinzessin in surrealen Escher-Welten an bösen Raben vorbei. Räumliches Vorstellungsvermögen ist gefragt! Alter: Ab 5, Preis: 4 Franken, Plattformen: Android, iOS, Windows 10

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      Smash Hit

      Grundsätzlich mögen wir konstruktive Apps. Zwischendurch macht es aber auch Spass, Dinge kaputt zu machen, es so richtig scherbeln zu lassen. Und Scherben gibt es hier: Wir fliegen durch einen Tunnel und schmeissen mit Stahlkugeln nach beweglichen Objekten aus Glas. Sehr gute Physikalität. Gefragt ist Gefühl für das richtige Timing. Alter: Ab 5, Preis: 2 Franken, Plattformen: Android, iOS

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      Bildlegende: The Human Body Tinybop

      Der menschliche Körper

      Wir lernen die Organe und den Aufbau unseres Körpers kennen und erfahren auf spielerische Weise, wie er funktioniert. So können wir Skelett, innere Organe, Nervensystem, Blutgefässe und Muskulatur einzeln oder in Kombination einblenden und erforschen. Alter: 6-8, Preis: 4 Franken, Plattform: iOS

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      Der kleine Prinz

      Der Kinderbuchklassiker von Antoine de Saint-Exupéry findet über 70 Jahren nach seiner Erstveröffentlichung seinen Weg auf Tablets und Smartphones. Leicht verkürzt, dafür kindgerecht nacherzählt und mit Animationen und Musik bereichert. Alter: 6-8, Preis: 2 Franken, Plattformen: Android, iOS

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      Die Maus

      Die Maus. Als App. Punkt. (Mit der Maus herumspazieren, kleine Aufgaben lösen und in der App die aktuelle «Sendung mit der Maus» schauen.) Alter: 6-8, Preis: Kostenlos, Plattformen: Android, iOS

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      Toca Nature

      Eine App aus dem Haus Toca, die aus der Reihe tanzt. Wir simulieren unsere eigene kleine Biosphäre. Durch wischen auf dem Bildschirm lassen wir Bäume wachsen, Hügel und Seen auftauchen, eine Welt entstehen. Sind genügend der richtigen Pflanzen in unserer Welt, bevölkern sie Tiere, die sich beobachten und füttern lassen. Ohne eigentliches Spielziel. Schade: Die Welten lassen sich nicht speichern. Alter: 6-8, Preis: 3 Franken, Plattformen: Android, iOS

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      Bildlegende: urbn urbn

      Das ist mein Auto - Technik für Kinder

      Die gesamte App Reihe von urbn pockets überzeugt durch ihre einfachen didaktischen Konzepte und ihre durchgehend ansprechende Machart. Nebst dem Auto lassen sich mit weiteren Apps auch der menschliche Körper, das Klima, unser Essen, sowie die Grundlagen der Zahlen und Buchstaben spielerisch erfahren. Alter: 6-8, Preis: 3 Franken, Plattform: iOS

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      Monster benimm dich

      Bunten Monstern am Tisch Benimmregeln beibringen und dabei gleichzeitig die deutsche Sprache verbessern. Das gelingt diesem Spiel mit witzig animierten Figuren und altersgerechten Reimen und Versen, die es zu vervollständigen gilt. Alter: 6-8, Preis: 5 Franken, Plattformen: Android, iOS (Nur iPad)

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      Explorium Weltraum

      Wir fliegen in einer Rakete durch unser Sonnensystem, lernen Planeten und andere Himmelskörper kennen und erfahren etwas über die Technik der Raumfahrt. Kurze Einblender liefern Informationen und Mini-Games lockern die Reise auf. Alter: 6-8, Preis: 3 Franken, Plattformen: Android, iOS

Ab welchem Alter sollen sich Kinder mit Apps befassen?

Es ist Konsens unter Medienpädagogen, dass Kinder unter zwei Jahren für den Konsum von Apps noch zu jung sind. Diese Grenze verschiebt sich je nach Expertenmeinung auch noch um ein, zwei Jahre nach oben. Sicher ist, dass man seinem Kind keine wichtige Lebenserfahrung vorenthält, wenn man es in den ersten vier Lebensjahren nicht am Tablet oder Smartphone spielen lässt, sagt Prof. Thomas Merz, Fachverantwortlicher für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Thurgau.

«  Für Kinder unter zwei Jahren machen Apps in aller Regel keinen Sinn.  »

Prof. Thomas Merz
Medienpädagoge

Apps mit altersgerechten Inhalten und ansprechender Qualität zu finden, ist denn auch keine leichte Aufgabe. Die Erwartungen und Anforderungen sind von Kind zu Kind und von Eltern zu Eltern sehr individuell.

Ein Kind hät ein Tablet im Liegen vor das Gesicht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Apps für Kinder: die Auswahl ist kaum mehr zu überblicken. Colourbox

Das Spektrum an Inhalten reicht von interaktiven Bilderbüchern über Lern-Apps, die Themen wie das ABC oder das Einmaleins vermitteln sollen, bis hin zu Spielen. Die Altersempfehlungen und Bewertungen in den App-Stores sind allerdings meist wertvolle Anhaltspunkte. Spätestens im Primarschulalter wird es für die Eltern zunehmend schwierig, Apps auszuwählen, die auch den Kindern zusagen. Der Pausenplatz diktiert fortan, was angesagt ist.

Pädagogisch kuratierte App-Verzeichnisse

Pädagogische Leitplanken für das Angebot in den App-Stores findet man auch beim Deutschen Jugendinstitut Rund 320 Apps haben dessen Medienpädagogen in dieser Datenbank bisher besprochen und bewertet.

Weitere Entscheidungshilfen findet man im Wiki Gute Apps für Kinder. Medienpädagogen der Uni Mainz bewerten dort seit 2013 Apps zusammen mit Lehrern, Eltern, Studierenden und Kindern auf Grundlage eines umfangreichen Kriterienkatalogs.

Zwei löbliche Initiativen, deren etwas magerer Umfang aber deutlich macht, wie schwierig es ist, in der reissenden Flut von Apps den Überblick nicht zu verlieren.