Facebook als Grabstein

Facebook zählt ungefähr 750 Millionen Benutzer. Dass jemand bei seinem Tod ein Profil auf dem Netzwerk hinterlässt, wird immer mehr zur Regel als zur Ausnahme. Auf Wunsch überlebt das Facebook-Profil seinen Benutzer.

Fotomontage einer Facebook-Timeline mit Grabstein Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Modern Mourning Das Facebook-Profil als Gedenkstätte? Flickr/Paul Walker

Zusatzinhalt überspringen

Digitale Spuren nach dem Tod

Unser Leben wird zunehmend digital – und damit auch das Ende des Lebens. Wir hinterlassen überall digitale Spuren, doch was mit diesen nach dem Tod geschieht, ist weitgehend unbekannt. Die Fachredaktion Digital widmet sich dem Thema.

Seit zwei Jahren bietet Facebook die Möglichkeit, das Facebook-Profil eines verstorbenen Benutzers in eine «Gedenkstätte» umzuwandeln. Das Profil wird dabei entsprechend gekennzeichnet und sein Funktionsumfang reduziert. So sind ausser Mitteilungen auf der Pinnwand des Verstorbenen keine weiteren Interaktionen mehr möglich. Das Profil kann nur von Personen aufgerufen werden, die auch schon zu Lebzeiten mit dem Verschiedenen befreundet waren.

Wie wird das Profil zur Gedenkstätte?

Im Hilfebereich auf Facebook ist das Prozedere detailliert nachzulesen. Ein unmittelbarer Angehöriger muss eine Kopie der Geburts-, sowie der Sterbeurkunde vorweisen, um entweder die Löschung des Kontos, oder aber die Umwandlung desselben in ein «Facebook Memorial» zu erwirken. Für den zweiten Fall genügt auch eine beglaubigte Todesanzeige.