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Innovative Foto-Apps (SRF 3)
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Digital Mehr aus der Handy-Kamera herausholen

Smartphones sind miniaturisierte Computer. Zusammen mit der stetig steigenden Qualität der eingebauten Kameras und mit innovativen Apps ergeben sich neue Möglichkeiten der Fotografie und der Bildmanipulation.

Ausschnitt wählen, abdrücken, einen knalligen Filter auswählen. Fertig! Mit dem Smartphone Fotos zu machen, die nach etwas aussehen, ist kinderleicht.
Mit innovativen Apps holt man allerdings noch weit mehr aus seiner Handykamera als die bereits etwas abgedroschenen Instagram-Farbverläufe.

Mehr Kontrolle, mehr Einstellungen

Apps wie «Camera+, Link öffnet in einem neuen Fenster» (iOS), «Androidslide, Link öffnet in einem neuen Fenster» oder «Camera FV-5, Link öffnet in einem neuen Fenster» (beide Android) verleihen den Handy-Kameras zusätzliche zu den bereits im Betriebssystem vorhandenen Funktionen und Fähigkeiten.

Screenshot einer Foto-App zeigt einen Cursor für Fokus und einen für Belichtungsmessung.
Legende: Hilfreich bei schwierigem Licht: separate Bereiche für Autofokus und Belichtungsmessung. SRF/Lucius Müller

Bei schwierigen Lichtverhältnissen sind zum Beispiel getrennte Fokus- und Belichtungsmesser hilfreich: Durch antippen des Bildschirms können zwei unterschiedliche Bereiche im Bild definiert werden. Einer für die Belichtungsmessung und einer für den Autofokus.
So bleibt das Hauptmotiv im Bild scharf, auch wenn das Licht in einem anderen Bereich des Bildes gemessen wird.

Weitere Funktionen dieser Apps: Bildstabilisatoren, Selbstauslöser, Serienaufnahmen und fortgeschrittenere Funktionen wie Belichtungsreihen oder Histogramme.

Gruppenbild ohne Fotograf

Zwei Bilder werden zu einem zusammengesetzt.
Legende: «Groopic» rechnet zwei Bilder zu einem neuen mit allen Personen zusammen. SRF/Lucius Müller

Eine Gruppe von Menschen zu fotografieren, braucht einen Fotografen. Will man den aber auch mit ihm Bild haben und hat kein Stativ für den Selbstauslöser, wird es anspruchsvoll. «Groopic, Link öffnet in einem neuen Fenster» bietet eine raffinierte Lösung für dieses Problem: Die iOS-App setzt aus zwei Aufnahmen, die je von einer Person aus der Gruppe geschossen werden, ein neues Bild zusammen. Dabei ergänzt die App das erste Bild mit dessen Fotografen, der auf dem zweiten Bild zu sehen ist. Kompliziert, aber eigentlich ganz einfach, wie das Bild illustriert.

Bild im Bild

Das Foto zeigt eine Kuh und Digitalredaktor Reto Widmer. Ein Foto, gleichzeitig aufgenommen mit beiden Kameras des Handy. Automatisch zusammengefügt zu einem Bild.
Legende: Aus 2 mach 1: Apps wie Frontback machen ein Foto aus Front-und Rückwandkamera. Im Samsung 4 ist die Funktion eingebaut. SRF/Reto Widmer

Viele aktuelle Smartphone-Modelle sind mit einer Front- sowie einer Rückkamera ausgestattet. Verschiedene Apps verweben die Bilder aus den beiden Sensoren. Dabei begegnen sich Betrachter und Motiv gewissermassen im gleichen Bild. Zwei Beispiele, die wir ausprobiert haben: «Frontback, Link öffnet in einem neuen Fenster»(iOS) - «2sidez, Link öffnet in einem neuen Fenster» (Android)

Sprachsteuerung – mehr Theorie als Praxis

Einzelne Foto-Apps lassen sich statt per Tippen auf das Touchscreen per Sprachbefehl steuern («Voice Camera Pro, Link öffnet in einem neuen Fenster» iOS, «Androidslide, Link öffnet in einem neuen Fenster» Android). Damit kann man etwa den Blitz ein- und ausschalten oder eine Aufnahme auslösen. Obwohl diese Apps ihr Versprechen halten, bleibt für uns der Nutzen der Steuermöglichkeit fraglich. Ist es doch entscheidend, im genau richtigen Moment auf den Auslöser drücken zu können und nicht auf die Spracherkennung warten zu müssen.

Der Trend für Nerds: 3D

Apps für stereoskopische Aufnahmen per Handy sind gross im Kommen. Die verschiedenen Anbieter verwenden dabei unterschiedliche Techniken.
So setzen gewisse Apps die dreidimensionalen Bilder aus zwei Fotos, deren Motive aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen wurden, zusammen («3DSteroid Pro, Link öffnet in einem neuen Fenster», Android), oder aber aus den Bildern zweier gekoppelter Smartphones («Synchrocam, Link öffnet in einem neuen Fenster», iOS).

Eine Optik für 3D Bilder in einem schwarzen Gehäuse
Legende: Erinnert an eine alte Polaroidkamera: Poppy 3D ist eine ausgeklügelte Optik in einem Gehäuse mit Smartphone-Fach. poppy3d.com

Noch einen Schritt weiter geht «Poppy3D, Link öffnet in einem neuen Fenster», eine ausgeklügelte Optik in einem Gehäuse, das an eine Polaroid-Kamera erinnert. Zusammen mit einem iPhone kann man damit Fotos sowie bewegte Bilder in Farbe und 3D aufzeichnen. Die Aufnahmen können allerdings nur mit dem Poppy-Gehäuse auch in 3D wiedergegeben werden.

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