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Digital Mit Barbaren zum Millionenerfolg

Das Stategie-Spiel «Clash of Clans» für Smartphones und Tablets fesselt Millionen. Dem Entwicklerstudio, das hinter dem Grosserfolg steht, beschert es derzeit Gewinne in astronomischen Höhen.

Sein eigenes Dorf mit Magiern, Valkyren und Barbarenkämpfern besiedeln und es im Kampf um die globale Clan-Vorherrschaft gegen andere Stämme verteidigen: Darum geht es in «Clash of Clans», einem iOS-Spiel, das Millionen von Menschen mehrmals täglich spielen – darunter auch halbe Schulklassen. Hinter dem Grosserfolg steckt ein bislang kaum bekanntes Entwickler-Studio aus Finnland namens Supercell.

Das Wirtschaftsmagazin «Forbes» widmet einen Artikel seiner nächsten Ausgabe den finnischen Spiele-Entwicklern und ihrem Erfolg über Nacht. «Forbes» hat Zahlen: 180 Millionen Dollar habe Supercell im ersten Quartal dieses Jahres bereits umgesetzt. Das sind umgerechnet weit über zwei Millionen pro Tag. Die Finnen setzen damit derzeit doppelt so viel um wie die Mobile-Games-Abteilung des Branchen-Riesen Electronic Arts, der dort über 900 Spiele im Angebot hat.

Die Gründe für den Erfolg?

Die Maxime der findigen Finnen lautet, dass man ein Spiel bei seiner Entwicklung nicht nach dem möglichen Ertrag ausrichten solle. Wichtiger sei es, dafür zu sorgen, dass es möglichst viel Spass mache – dann stelle sich der Erfolg automatisch ein.

Das lässt sich einfach sagen, wenn man auf einer solchen Welle reitet wie Supercell derzeit. Der finanzielle Erfolg beruht allerdings auch auf einem perfekt austarierten Bezahlsystem. Das Spiel kann kostenlos heruntergeladen und gespielt werden. Gegen echtes Geld kann der Spieler dann «Juwelen» kaufen, um gewisse Prozesse im Spiel zu beschleunigen, etwa das Trainieren von Armeen.

Dieses Premium-Modell koppelt «Clash of Clans» mit sozialen Funktionen, die viele Spieler regelrecht fesseln. So lassen sich etwa Spielfiguren mit Freunden online austauschen, oder man kann sich im Spiel verbünden und zu grossen Clans zusammenschliessen.

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