Virtual Reality beginnt! Die VR-Brille «Oculus Rift» ist da

Es geht los: Im Rennen um die guten Plätze in der Virtuellen Realität legt Facebook mit Oculus und der VR-Brille «Rift» vor. Noch im März sollen die ersten Bestellungen ausgeliefert werden.

Seit heute kann man sie in den USA, in Europa und weiteren Ländern vorbestellen: Die lange erwartete VR-Brille «Rift» der Firma Oculus. Die Schweiz bleibt vorerst von der virtuellen Revolution ausgeschlossen.

Die erste Serie von Brillen verspricht Oculus noch vor Ende März auszuliefern und will damit eine Nasenlänge vor dem Konkurrenten Valve sein. Dieser will seine VR-Brille «Vive» im April dieses Jahres ausliefern.
Wer allerdings nicht gleich heute früh auf «Vorbestellen» geklickt hat, muss sich gemäss Oculus-Website bereits bis Juni auf seine Rift gedulden.

Technisch ausgereift?

Die Rift-Brille kommt mit einer OLED-Anzeige und einer Auflösung von 2160 x 1200 Pixeln sowie eingebauten Kopfhörern. Sie ist dem von uns getesteten Prototypen, der uns nicht restlos überzeugte, damit technisch klar überlegen. Ob das VR-Erlebnis damit aber auch wesentlich besser wird, kann allerdings nur beurteilen, wer die Brille selber getragen hat.

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Bildlegende: In der Box: Headset mit eingebautem Kopfhörer, Sensor-Kamera und Xbox-One-Controller. oculus

Für 699 Euro (USA: 599 Dollar) gibt es das Headset, die Sensor-Kamera und einen Xbox-One-Controller. Dazu wirft Oculus die zwei VR-Spiele «Valkyrie» und «Lucky's Tale» mit in den Korb.

Oculus verspricht zudem mindestens 20 weitere, exklusiv für die Rift entwickelte Games noch in diesem Jahr.

Viele VR-Interessierte, die schon länger auf die erste frei erhältliche VR-Brille warten, hatten allerdings auf einen tieferen Preis gehofft. Dazu kommt, dass Oculus für die Rift einen Windows-PC mit Leistungsmerkmalen empfiehlt, der gut und gerne 1000 Franken kostet.

Teurer als geplant

Das deutsche Technologie-Blog Heise sprach den Oculus-Gründer Palmer Luckey kurz nach der Präsentation in Las Vegas auf den Preis der Rift an. Luckey beteuert in dem Gespräch, dass es nicht möglich gewesen sei, die Brille günstiger zu bauen. Zumindest nicht bei dem Qualitäts-Anspruch, den man bei dem Produkt hatte.

Dabei hatte Palmer Luckey selbst noch vor zwei Jahren gesagt, dass man einen Preis für die Rift in der Spanne zwischen 200 und 400 Dollar anvisiere. Denn: Egal, wie gut ein Produkt mit einem Preisschild von 600 Dollar sei, es wäre für viele potentielle Kunden schlicht zu teuer.

«  Am Ende haben wir einfach Prioritäten gesetzt: Wir haben uns für Qualität entschieden. »

Palmer Luckey
Gründer Oculus

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Bildlegende: Noch kein Preis bekannt: Die Oculus Touch Controller oculus

Dass es Oculus eilig hatte, als eine der ersten Firmen mit einer VR-Brille auf den Markt zu kommen, zeigt sich auch am Controller: «Oculus Touch». Bislang gibt es noch keinen Verkaufspreis, geschweige denn ein Release-Datum.

Diese Controller sind entscheidend für die Interaktion in der virtuellen Welt. Mit ihnen bedient man Werkzeuge und Apparate, zeigt auf Objekte oder feuert in Games Waffen ab.

Die Bewegung der Controller im Raum werden auf die gleiche Art erfasst wie die des Headset: Beide Geräte sind mit Infrarot-Lämpchen bestückt. Die Infrarot-Kamera, die man vor sich auf aufstellt, hat sowohl Headset wie auch Controller ständig im Blick und berechnet so deren Standort und Bewegung.

Dass Oculus zu diesem wichtigen Produkt noch keinen Preis und kein Lieferdatum nennt, könnte auch den Grund haben, dass man die Konsumenten nicht mit einem noch höheren Gesamtpreis für das System abschrecken will.