«Kami»: Puzzeln in Perfektion

Kluges Rätseln ohne billige Tricks: Wer «Kami» nicht schafft, kann nur sich selbst die Schuld geben. Und wem das Knobeln zu anspruchsvoll wird, kann das schöne Design geniessen.

Ein animiertes GIF das zeigt, wie sich beim Game «Kami» die Farbfelder verändern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Papierfalten: Beim Einfärben falten sich «Kamis»-Kacheln in Origami-Manier und rascheln dabei wie Blätter im Wind (nicht zu hören). Screenshot/SRF

Die Aufgabe ist simpel: Ein Spielfeld mit drei oder vier Farben, eine vorgegebene Zahl von Zügen und am Ende darf nur noch eine Farbe zu sehen sein. Am Anfang ist das noch einfach, etwa wenn sich bloss ein rotes und ein schwarzes Feld gegenüberstehen und sich mit einem Zug aus zwei Farben eine machen lässt.

Ein animiertes GIF, das zeigt wie sich im Game «Kami» Farbflächen entfalten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Leichtes Spiel: In Level 13 darf nach drei Zügen nur noch eine Farbe zu sehen sein. State of Play Games/SRF

Später plagt uns «Kami» mit bunt gesprenkelten Levels (36 gibt es im ganzen), von denen nicht wenige auf den ersten, zweiten und dritten Blick unlösbar scheinen.

Sehen und hören

Doch, das ist das Schöne hier: Haben wir die Lösung einmal erkannt (oder gezeigt bekommen), scheint sie uns offensichtlich. So ärgern wir uns höchstens über uns selbst, nie aber über das Spiel. Ein Spiel übrigens – und auch das ist sehr schön –, das uns nicht mit In-App-Purchases und virtuellen Währungen nervt. Zwei (iOS) oder fünf Franken (Mac) kostet der Download, danach kann das Portemonnaie stecken bleiben.

Und für so wenig Geld bietet «Kami» nicht nur anspruchsvolles Knobeln, sondern ebenso anspruchsvolles Design: Wechseln die einzelnen Spielfelder ihre Farbe, tun sie das mit einer Animation, die an Origami erinnert. Dazu hören wir sanft das Rascheln des sich faltenden Papiers.

«Kami» ist für iOS-Geräte und Mac-Computer erhältlich.