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Festivalsommer Mein erstes Mal am Greenfield Festival

Im Zeitalter des digitalen Wandels habe ich mich einen Tag lang mit Block und Stift am Greenfield Festival in Interlaken umgesehen.

Greenfield – das grösste Rock- und Metalfestival der Schweiz. Und wer sich mit der Szene auskennt, weiss: bei den Konzerten geht's heftig ab. Pogen, Circle Pits und Wall of Death inklusive.

Wie ich allerdings im Vorfelld feststellen musste: auch für harte Kerle und Weiber gibt es Regeln.

Regelwerk.
Legende: Wer springt, ist draussen. So sieht es die Regel vor. cic/SRF

Im Zug Richtung Interlaken West begegne ich dem Clash of Cultures: Die herausgeputzte asiatische Touristin mit Hotpants und grossem, pinken Koffer trifft auf die eher weniger gepflegte Schweizer Festivalbesucherin mit Zelt und Fahne. Auf dem Weg zum Festivalgelände sehe ich eine Rössli-Kutsche mit fünf betrunkenen Wallisern drin. Ich merke: ganz Interlaken profitiert von den Metal-Fans.

Das Gelände enttäuscht mich. Von Greenfield nichts zu sehen. Ich bin auf einer verdammten Betonpiste gelandet! Ein Flugplatz hat mit einem grünen Feld soviel zu tun wie eine Forelle mit einem Stabmixer. Den Besuchern ist das egal. Sie feiern sich selber, haben alle eine Botschaft – bewusst oder unbewusst.

Botschaften auf Stoff.
Legende: Botschaften auf Stoff. cic/SRF

Der Höhepunkt des Festivals ist der Auftritt von Green Day am Freitagabend.

Was mich aber interessiert: Wie sehen die Menschen aus, die sich das Konzert nicht anschauen? Und was machen die?

Während des Green Day Konzerts.
Legende: Während des Green Day Konzerts. cic/SRF

Auch ein Green Day geht am Greenfield-Festival Mal zu Ende. Die Menschen strömen in Zombie-Manie in alle Richtungen, immer dem ausgestreckten Arm mit dem Bierbecher in der Hand nach.

Oder sie headbangen sich die Nacken steif.