Karte: Die Agglomeration der Schweiz

Gemäss der Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) lebten per Ende 2012 72.9 % der Schweizer Bevölkerung in Agglomerationen. Heute sind es etwas mehr als 73 Prozent. Die aktuellen Zahlen.

Die Karte der Agglomerationen aus dem statistischen Atlas der Schweiz. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Karte der Agglomerationen aus dem statistischen Atlas der Schweiz. Bundesamt für Statistik

Agglomerationen der Schweiz

Wo fängt eine Agglomeration an und wo hört sie auf? Und wie wird der Begriff definiert? Laut Bundesamt für Statistik geht es beim Agglomerationsbegriff vor allem um die Einigung einer Basis. Dabei besteht eine Agglomeration in der Regel aus einem Kern und einer Mindestzahl von Einwohnern - normalerweise ca. 21'000. Zürich hat mit etwas mehr als einer Million die grösste Agglomeration der Schweiz.

Trennlinie zwischen Stadt und Land

Bei Grosstädten wie Zürich, Genf oder Basel ist die Definition relativ einfach, da sie alle der Kern einer Agglomeration sind. Bei kleineren Städten wird es allerdings etwas schwieriger die statistische Grenze zu ziehen. Dort verwendet man sogenannte objektive Kriterien wie Bevölkerungsdichte, dichte von Arbeitsplätzen in Kombination mit einer Mindestgrösse, Wohngebäude oder Büros.

Um zu bestimmen, wie weit der Einfluss dieses Kerns reicht, stützt man sich auf Kriterien, die auch in anderen Ländern verwendet werden. Beispielsweise Anzahl Pendler oder Anzahl Erwerbstätige in einer Gemeinde. Die internationale Vergleichbarkeit ist bei der Defintion des Begriffs also sehr wichtig.

Agglomeration im Wandel

Landschaft und Siedlungen verändern sich laufend - und zwar erheblich. Die Zahlen der letzten Grenzziehung basieren auf Daten aus dem Jahr 2000. Seither sind viele neue Wohn- und Gewerbeareale und Verkehrswege entstanden. Auch das Pendlerverhalten hat sich seither deutlich verändert. Die Bevölkerung pendelt heute nicht nur mehr, - ca. 10% - sondern auch weiter.

Der Anteil der städtischen Bevölkerung nahm zwischen 1981 und 2012 von 74,5% auf 73,7% ab, während der Anteil der ländlichen Gebiete in dieser Zeit von 25,5% auf 26,3% zunahm.

Facts zur Agglomeration

  • Ausländeranteil in Agglomerationen
    26.3% gegenüber 23.3. (ganze Schweiz)
  • Autos pro Kopf in Agglomerationen:
    0.524 Autos pro Kopf gegenüber 0.537 Autos pro Kopf (ganze Schweiz)
  • Anzahl Arbeitsplätze in der Agglomeration:
    3‘858‘960 Beschäftigte gegenüber 4‘847‘365 (ganze Schweiz) – provisorische Zahlen
  • Anzahl Unternehmen in der Agglomeration – in Bezug zu Gesamtzahl Unternehmen
    454‘532 Arbeitsstätten gegenüber 638‘685 – provisorische Zahlen