Filigran und einzigartig – Holzbrillen von Dominik Gasser

Holz und filigrane Arbeiten haben Dominik Gasser schon als Kind interessiert. Heute entstehen unter der Hand des 25-jährigen Schreiners einzigartige Holzbrillen. Dazu verwendet er unter anderem Holz, das der Lungerersee bei Tiefstand im Winter freilegt.

Erfunden hat Dominik Gasser die Holzbrillen nicht. Viel eher haben sie ihn gefunden. Als er zum ersten Mal einen Brillenträger mit einem Holzmodell sah, war es um ihn geschehen. Kurze Zeit später fertigte er sein erstes Brillengestell aus Holz an. Motiviert durch einen Optiker begann er mit der Produktion und verfeinerte seine Arbeiten kontinuierlich.

Schmuckvolle Einzelstücke

Die Holzbrillen von Dominik Gasser entstehen in Handarbeit. «Eine Brille ist intim wie Schmuck. Darum fertige ich sie vollkommen von Hand», sagt der 25-Jährige. Er wähle das Holz, belasse die natürlich Farbe und Maserung und bearbeite die Form. «Mit jedem Gestell erschaffe ich ein Stück Einzigartigkeit.»

Ein Brillenbügel in einer Hand. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Jedes Modell trägt Dominik Gassers Initialen und eine eingravierte Modellnummer. SRF/Alexandra Felder

Vom ersten bis zum letzten Schliff benötigt der Schreiner ungefähr sieben Stunden. Die Einzelstücke werden fortlaufend nummeriert. Kürzlich hat Dominik Gasser Gestell Nummer 720 fertiggestellt.

Holz aus dem Lungerersee

Für seine Modelle verwendet Dominik Gasser verschiedene Holzarten: Palisander, Tineo, Nussbaum, Mooreiche, Walnuss, Kirschbaum, Wenge, Eiche (geräuchert), Akazie, Kastanie (geräuchert).

Wenn im Winter der Lungerersee abgelassen wird, macht er sich auf dem Seegrund auf die Suche nach speziellen Holzstücken. Auf die Frage, wie er das mache, meint er spontan: «In Gummistiefeln».

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