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Live aus dem Jägerstübli Spannende Begegnungen im Jägerstübli

Interessante Gesprächsgäste fanden in der «Dorfplatz Woche» den Weg ins Jägerstübli des Hotels Bellevue. Jeweils von 13 Uhr bis 14 Uhr erzählten sie Geschichten und Anekdoten über Erlebnisse rund um Mürren.

Am Freitag im Jägerstübli mit Peter Vollmer

Das Hotel Regina gehört zum Urgestein des Tourismus in Mürren. Peter Vollmer ist seit 2014 Verwaltungsrats-Präsident der Hotel Regina AG. Als ausländische Investoren das altehrwürdige Hotel kaufen und Zweitwohnungen erstellen wollten, schlossen sich Gäste des Hauses zusammen. Sie erwarben das Hotel und retteten es so vor dem Abbruch.

Der Verwaltungsrat will die besondere Atmosphäre des historischen Hauses erhalten und nachhaltig weiterentwickeln. Im 2016 wurde erstmals ein Bau-Wochenende durchgeführt. Dazu kamen jeweils rund 20 bis 25 hochmotivierte Gäste und haben ein Wochenende lang genäht, gestrichen, gebaut und gekocht. Solche Bau-Wochenende werden seither regelmässig durchgeführt.

Am Donnerstag im Jägerstübli mit Annelies Stähli und Balz Spörri

Annelies Stähli ist ehemalige Chefin des Hotels Eiger. Im Jahr 1968 gastierten rund 40 Crew-Mitglieder für gut zwei Monate bei ihr im Hotel. In dieser Zeit erlebte sie so manch lustige Szenen. Zum Beispiel übten die Stuntmen auf dem Bar-Dach ihre Kämpfe. Ab und zu kamen sie mit einem blauen Auge zurück. Einer benutzte die Duschstange im Zimmer für seine Klimmzüge.

Balz Spörri ist ehemaliger Lehrer aus Mürren. Er wirkte als Statist im Bond-Film mit und erinnert sich noch gut an die ausserordentliche Zeit während den Dreharbeiten. «Als plötzlich über 200 Personen von der Filmcrew einreisten, bewilligte der Regierungsstadthalter sogar vielen Hotels Freinächte mit Musik», erinnert er sich. Ganze Nächte lang war Betrieb.

Zu wenig Schnee und ein neuer Kirchturm

Bis zu sieben Helikopter waren im Einsatz. Einer davon wurde extra von Norwegen nach Mürren transportiert. Damit wurde Schnee zum Schilthorn transportiert und sogar Eiszapfen montiert, allerdings verkehrt – was aber niemand bemerkte. Für die Dreharbeiten wurde auch extra ein Kirchturm gebaut und beim alten Touristenzentrum aufgestellt. Der Kirchturm kommt im Film aber nie vor.

Am Mittwoch im Jägerstübli mit Kurt Huggler

Aufgewachsen auf 1650 m ü. M. war Skifahren für Kurt Huggler im Winter eine Selbstverständlichkeit. Als Bub fuhr er auf den Skiern zur Schule, als junger Mann fuhr er erfolgreich Skirennen.

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Der ehemalige Tourismusdirektor Kurt Huggler über «sein» Mürren
Aus Radio SRF Musikwelle vom 13.02.2020.
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Auch über die Geschichte des Skisports, die in Mürren ihren Ursprung hat, weiss der ehemalige Mürrener Tourismus-Direktor viel zu berichten. Er blickt zurück auf die Anfänge und erzählt Anekdoten über persönliche Begegnungen mit Gästen aus dem Ausland.

Dabei geht sein Blick auch zurück in seine Kindheit. War der Winter vorbei, hätten sie jeweils auf der nun grünen Piste nach Geld gesucht, das den Skifahrern während der Abfahrt aus der Tasche gefallen sei.

Am Dienstag im Jägerstübli mit Urs Schäfer

Bereits am Montag sind Manuel Rupp und Yves De Prà vom Videoteam nach Lauterbrunnen gereist. Als sie Rettungschef Urs Schäfer empfängt, hebt gerade ein Helikopter ab. Er wurde für einen Rettungseinsatz nach Gstaad beordert. Anschliessend erzählt Bruno Schäfer von seiner Arbeit als Rettungschef mit einem Team von freiwilligen Helfern.

Video
Alpine Rettung Lauterbrunnen: Zu Besuch bei Rettungschef Urs Schäfer
Aus Radio SRF Musikwelle vom 25.02.2020.
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Nun sitzt Urs Schäfer mit Pager und Natel ausgerüstet im Jägerstübli vis-à-vis von Fränzi Haller. Er ist im Moment auf Pikett. Aber momentan geht es auf der Rettungsstation in Lauterbrunnen eher ruhig zu und her. «Die Wanderwege sind noch nicht offen, Base Jumper können noch nicht fliegen und im Hochgebirge liegt noch ziemlich viel Schnee», erklärt Urs Schäfer die aktuelle Situation. Für Rettungseinsätze auf der Piste seien sie nicht zuständig.

22 ehrenamtliche Bergretter sind für die Alpine Rettung Lauterbrunnen im Einsatz. Zu Hilfe gerufen werden sie bei Unfällen, die sich auf Skitouren, beim Wandern, Bergwandern, Klettern oder bei Sportarten wie Base Jumping, Speed Flying, Gleitschirmfliegen oder Canyoning ereignen.

Am Montag im Jägerstübli mit Samuel Bichsel

Erster Gast beim Live-Talk aus dem Jägerstübli war am Montag Samuel Bichsel. Der Geschäftsführer von Mürren-Tourismus ist «mitschuldig», dass der «Dorfplatz 2020» in seinem Dorf stattfindet.

Die Gäste bringen die Welt nach Mürren

Mürren ist zu 100 Prozent vom Tourismus abhängig. Während der Hauptsaison teilen die rund 400 Einheimischen ihren Alltag mit gegen 3000 Gästen. «Die Mürrener schätzen dies sehr», meint Samuel Bichsel. «Sie müssen nicht auf Reisen gehen, sondern die Gäste bereisen unser Dorf.»

schb/brul/Video: Manuel Rupp und Yves Da Prè

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