Montag 09. Mai 2016: Multitasking ist gefragt

«Giot Tag» pflegen wir in Lungern zu sagen, wenn wir einander begegnen. Genau so möchte ich auch in diesen Tagebuch-Wochenbericht einsteigen. Gerne werde ich einen Einblick in unseren Familienalltag in Lungern gewähren. Zum Wochenstart ist gleich schon viel los.

Mutter schält Karotten mit Kind. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Thea hilft Domenica beim Rüebli rüsten. zvg

Mein Mann Thomas und ich wohnen in unserem Haus etwas oberhalb der Bahnlinie Richtung Luzern zusammen mit unseren Kindern Lars (10), Irina (8) und Thea (4). Ausserdem wohnen Thomas' Eltern Edy und Paula Halter-Vogler ebenfalls bei uns. Ich nenne sie liebevoll «unsere Heinzelmännchen». Seit einer Woche unterstützt uns auch noch Domenica Jauch, die in ihrem Fachmittelschule-Jahr bei uns ein Sozialpraktikum absolviert. Gemeinsam mit meinem Mann führe ich ein Möbelgeschäft im Ort. Ausserdem unterrichte ich in einem kleinen Pensum Klassen der dritten Oberstufe.

Ruhe vor dem Sturm

Heute ist Büro- und Unterrichtstag angesagt. Ich stehe etwas vor den Kindern auf, damit ich eine ruhige Stunde im Büro verbringen und etwas arbeiten kann. Ausserdem geniesse ich auch noch ein gemütliches Frühstück gemeinsam mit meinem Thomas. Wir nutzen die Gelegenheit dazu, uns unter vier Augen über Job und Familie auszutauschen

zwei Mädchen spielen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Domenica und Thea beim Spielen in der Küche. zvg

Meine älteren zwei Kinder kommen heute gut aus den Federn. Sie haben sogar noch etwas Zeit dazu, auf ihren Instrumenten zu üben. Lars spielt Schwyzerörgeli und Irina Xylophon.Da heute Morgen der Unterricht meiner Klasse wegen Theaterproben ausfällt, bleibe ich zuhause. Zeit, die ich gleich für den Frühlingsputz nutzen kann.

Es dauert etwas länger als gedacht. Ausserdem werde ich immer wieder von Telefonanrufen unterbrochen.

Spontanität ist gefragt

Während Domenica und Thea spielen, bleibt mir doch noch Zeit übrig, um Stoff für sechs Polsterstühle einzuzeichnen und zu kochen. So spontan wie ich sein muss, ist es nicht aussergewöhnlich, dass unser Arbeiter Urs Wüthrich vom Hasliberg kurzfristig zum Zmittag eingeladen wird.

Zwei junge Frauen mit Stoff und Schere auf Boden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Domenica und Conny schneiden Microwebstoff für sechs Polsterstühle zurecht. zvg

Nachdem feststeht, wer mit wem nach der Schule was unternimmt, gehen alle ihres Weges: Irina und Lars zotteln los Richtung Schule, Thea in die Spielgruppe und Thomas und Urs in die «Buidä». Domenica hilft mir dabei, das von mir vorgezeichnete Muster auf dem Microwebstoff auszuschneiden.

Bei der anschliessenden Theaterprobe in der Schule wird das Bühnenbild besprochen. Eine Schülerin begleitet mich ins Zimmer für «Bildnerisches Gestalten», wo ich ihr für das Bühnenbild Material und Werkzeug mitgebe. Ich schicke sie zu Thomas in die Werkstatt, wo sie auch noch Teppichklebeband besorgen soll.

Die Vorbereitungen laufen auch Hochtouren

Danach arbeiten Tamara Walker und ich an einem Logo für die Expo Schule Lungern. Da werden am 17. Juni die praktischen Arbeiten der Schüler/innen ausgestellt. Die Ausstellung wird durch Auftritte des Schulchors und der Schulband untermalt.

Ich bin froh, dass Domenica währenddessen zuhause nach dem Rechten sieht, denn ich habe noch einiges vor. Ich werde Thea bei ihrer Kollegin abholen, im Dorf einkaufen gehen, Lars ins Schwingtraining schicken und später auch noch ins Büro gehen. Auch Thomas muss heute Abend noch bei einem Kunden Fenster vermessen.