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Zuger Dialekt Ohremugerli, Müliblüemli oder Haseguetnacht

Als Einstimmung auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest widmet sich die SRF-Mundartredaktion dem Zuger Dialekt. Markus Gasser stellt typische Wörter oder Namen aus diesem Deutschschweizer Kanton vor.

Ein Mann mit Brille und Mikrofon.
Legende: Zum Eidgenössische Schwing- und Älplerfest beschäftigt sich SRF-Sprachexperte Markus Gasser mit dem Zugerdeutsch. SRF

«Der Zuger Dialekt ist nicht so markant und eigenständig wie zum Beispiel der Urner oder Obwaldner Dialekt», erklärt Markus Gasser. «Zugerdeutsch ist ein sogenannter Übergangs-Dialekt, denn Zug liegt in der Mitte der grossen Sprachgrenze zwischen verschiedenen Deutschschweizer Dialekten.»

Ein schönes Beispiel dafür sei der Satz «Es schneit auf die Strasse». In der Stadt Zug sagt man «Es schnyyt uf d Stròòs», also «schnyye» wie in den alpinen Mundarten, aber «Stròòs» wie westlich im Aargauischen oder Luzernischen.

Westlich, nördlich und südöstlich von Zug gebe es für schneien und Strass auf engstem Raum verschiedene Varianten: «schniie», «schneie», «Stròòs» oder «Straass». Ähnlich verhalte es sich beim Verb knien. In Zug und Umgebung taucht es als «Chnöile», «chnüüe» oder «chnöie» auf.