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Instrumentenforschung Frischer Wind für neue und alte Instrumente

Spielt die Orgel in Zukunft dank frischem Wind dynamisch? Kann eine Klarinette mittels Elektronik bedient werden? Wie und aus welchem Material wurden früher Blasinstrumente hergestellt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die aktuelle Ausstellung «Fresh Wind» im Klingenden Museum Bern.

Die Sonderausstellung «Fresh Wind» zeigt Innovationen aus der Forschung der Hochschule der Künste Bern für zukünftige und historische Blasinstrumente. «An Instrumenten wurde schon immer geforscht um sie zu verbessern», sagt Museumsleiter Adrian von Steiger.

Die winddynamische Orgel

Als aktuelles Beispiel aus der Forschung stellt er den Prototyp einer winddynamischen Orgel vor. Mithilfe eines neuen Windsystems soll es künftig möglich sein, die Lautstärke einer Orgel durch Tastendruck zu beeinflussen.

Die «erweiterte» Klarinette

Frischer Wind weht auch für die Klarinette. In der Sonderausstellung «Fresh Wind» wird unter anderem die «Clarinet Extended» – kurz CLEX – vorgestellt. Diese neue Kontrabass-Klarinette wurde von der Hochschule der Künste Bern entwickelt. «Das könnte ein tolles Instrument für Blasmusik sein», meint Instrumentenforscher Ernesto Molinari.

Das Besondere an der CLEX ist, dass die Klappen mittels eines Computers elektronisch gesteuert werden. «Uns ging es vor allem darum, eine akkustisch verbesserte Kontrabass-Klarinette zu bauen», eklärt Initiant Ernesto Molinari. «Die elektronische Steuerung hat sich erst später daraus ergeben.»

CLEX und weitere Prototypen als Resultat der Instrumentenforschung sind noch bis im Mai 2020 in Bern zu bestaunen, in der Sonderausstellung «Fresh Wind» im Klingenden Museum Bern.