Vor und hinter den Kulissen des Basel Tattoo 2017

Schlichtheit, Präzision und viel Swissness: Damit überzeugte das Basel Tattoo in der diesjährigen Ausgabe. Die meisten Bands bauten in ihr musikalisches Programm Schweizer Lieder ein. Mit Jodel und Volksliedern setzte man auch beim Finale auf Swissness.

Für's Auge war der Auftritt der Norwegischen Garde am Basel Tattoo 2017 ein Highlight. Mit Bajonett und Stechschritt machten sie die Musik gleich selber. Auch das Rekrutenspiel der Schweizer Armeee mochte zu überzeugen.

Die russischen Tänzer begeisterten mit ihren «Gummibeinen» und die vereinigten Dudelsackspieler und Drummer mit ihren wunderbar farbigen Kilts und Kleidern.

Ein Mann mit Brille sitzt an einem Schreibpult und lacht in die Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Philippe Hägeli koordinierte am Basel Tattoo 2017 allerlei Fahrten. SRF

«Hägeli, mir bruched es Wäägeli»

SRF Musikwelle hat dieses Jahr den Chauffeuren des Basel Tattoo über die Schulter geschaut. Ihr Chef, Philipp Hägeli, organisiert die Fahrgelegenheiten für Bandmitglieder und Prominente vom Moment der Anreise bis zum Abflug.

«Hägeli, mir bruched es Wäägeli», mit diesem Ruf wurde er während zwei Wochen täglich zu Hauf konfrontiert. Der Leiter einer Bank Niederlassung nimmt für das Basel Tattoo extra zwei Wochen Ferien.

Nebst dem Organisatorischen fährt er auch selber Einsätze: Er holt liegen gelassen Instrumente um sie dem Besitzer zu bringen, fährt prominente Gäste ins Hotel oder müde Produzenten vom Flughafen zum Tattoo.

Am meisten in Erinnerung geblieben sind Philipp Hägeli die südamerikanischen Bands. «Die haben ein völlig anderes Zeitverständnis als wir», erinnert er sich. Eine Stunde Verspätung sei die Regel gewesen. Dieses Jahr haben ihn die Norweger mächtig beeindruckt. Deren Zuverlässigkeit und Drill sei unglaublich.