Am Anfang war die Musigwälle

Als der Sender «Musigwälle 531» vor 20 Jahren auf Sendung ging, gab es einige Kritik. Aller Unkenrufe zum Trotz konnte sich die Musikwelle behaupten – und wie! Gewiss hat sich mittlerweile einiges verändert, aber im Grunde blieb sich der Sender treu. In der «Sinerzyt» blicken wir zurück.

Im alten Studio der Musikwelle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 1996 «Musigwälle 531» geht auf Sendung. Verena Speck, Jörg Stoller und Thomas Wild starten in ein neues Zeitalter. SRF SRF

Niemand hatte damit gerechnet, dass aus dem Spartensender Musigwälle 531 dereinst das drittgrösste Radioprogramm der Deutschschweiz werden sollte. Volksmusik, Schlager und leichte Unterhaltung waren seit Anbeginn die Devise. Gesendet wurde allerdings über die minderwertige Mittelwelle – nostalgisches Rauschen inklusive. Dies hätte von Anfang an das Todesurteil bedeuten können. Tat es aber nicht.

Pionier der 1990er-Jahre

Dafür wartete der Sender mit einem Novum für die damalige Zeit auf. Sämtliche Moderationen wurden voraufgezeichnet und ins Programm eingebaut. Daran störte sich anscheinend niemand – ausser wenn der nette Moderator bereits schon früh morgens einen schönen Feierabend wünschte. Dies passierte öfters mal, weil die falsche Moderation zur falschen Tageszeit gesetzt war. Auch unerwünschte Sendepausen schlichen sich ein, weil alles vom Computer aus gesteuert wurde.

Zu den Gründungsmitgliedern zählten Verena Speck, die nicht nur moderierte, sondern auch die Geschicke des neuen Senders in die Hand nahm. Sie war es, die während eines oben erwähnten Notfalls auf der Matte stand. Sogar während ihrer Ferien hing sie immer mit einem Ohr am Radio. Ihr zur Seite standen Moderator Jörg Stoller und Musikredaktor Thomas Wild.

Die Sendung «Sinerzyt» führt uns während der gesamten Jubiläumswoche zurück zu den Anfängen des Senders. Ein Rückblick, bei dem Verena Speck und ihre Kollegen sich daran erinnern, wie die Musikwelle damals laufen lernte.

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