Archivperle von 1966: Mäni Weber in der Unterdruckkammer

Für die Sendung «Praktische Medizin» wagt sich Mäni Weber 1966 in die Unterdruckkammer des Fliegerärztlichen Instituts in Dübendorf. Simuliert wird ein schneller Steigflug auf 8000 Höhenmeter. Mäni Weber trägt während des Fluges keine Sauerstoffmaske und unterzieht sich diversen Tests.

Was passiert im Körper und Kopf, wenn man rasant auf 8000 Meter Höhe steigt? Mäni Weber will es 1966 selbst herausfinden und lässt sich auf das Experiment in der Unterdruckkamer ein.

Für den simulierten Höhenflug wird der Reporter mit verschiedenen medizinischen Messgeräten verkabelt und von Ärzten überwacht.Er gibt Auskunft über sein Körperbefinden und muss diverse Aufgaben lösen, die seine geistigen Fähigkeiten unter extremen Bedingungen testen.

Bei Mäni Weber lässt die Konzentration mit zunehmender Höhe nach, das Artikulieren fällt ihm schwer und er wird von Müdigkeit übermannt. Am Schluss der Sendung entschuldigt er sich denn auch beim Publikum, dass er während des Experiments nicht immer «ganz bei Sinnen» war.

Mäni Weber (1935-2006)

Mäni Webers Fernsehsendungen waren legendär, seine Radiostimme kannte jedermann in der Deutschweiz. Bis heute unvergessen sind seine Ratesendungen «Dopplet oder nüt» oder «Wer gwünnt» am Schweizer Fernsehen. Das Publikum wählte «Mäni National» 1968 zum beliebtesten Fernsehschaffenden.

Schwarz-Weiss Fotografie von Mäni Weber in Schale, weissem Hemd und mit Krawatte. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mäni Weber als Quizmaster. SRF

1977 beendete Mäni Weber seine Karriere beim Fernsehen. Seine markante Stimme war allerdings noch bis 1994 regelmässig am Radio zu hören. Dann liess sich der Moderator, Redaktor und Sportreporter frühzeitig im Alter von 60 Jahren pensionieren.

Nach seiner Pensionierung lebte er in Weggis am Vierwaldstättersee. Mäni Weber starb im September 2006 im Alter von 71 Jahren nach einer kurzen schweren Krankheit.