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Ruth Düsel hat die Aquarelltechnik neu entdeckt
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Diesen Sommer einmal anders Dank Corona wieder zum Malen gefunden

Ruth Düsel aus Sax im St. Galler Rheintal hat dank der «Corona-Pause» zu ihrem alten Hobby, dem Malen gefunden. Weil sie als 69-Jährige keine Freundinnen und Freunde mehr treffen durfte, holte sie ihre Mal-Utensilien wieder hervor.

Jeden Morgen um 6 Uhr setzt sich Ruth Düsel an den Küchentisch und beginnt zu malen. Die Aquarelltechnik hat sie neu entdeckt und sie entspricht ihr, weil sie dabei intuitiv malen muss.

Bereits vor 20 Jahren malte die Rheintalerin Bilder. Als sie dann Enkelkinder bekam, verbrachte sie viel Zeit mit ihnen und hörte deswegen auf mit ihrem Hobby. Inzwischen gehen die Enkelinnen und Enkel ihre eigenen Wege und Ruth Düsel hat wieder mehr Zeit für sich.

Mit der neu gewonnen Freizeit hatte die Pensionärin anfangs aber etwas Mühe. Als dann auch noch der Lockdown dazu kam, holte sie ihre Mal-Utensilien hervor und begann wieder zu malen. Zu Beginn war die 69-Jährige etwas frustriert, weil sie viel verlernt hatte.

Ein Pinsel auf einem Bild.
Legende: Beim Aquarell tönt man die Konturen nur an. Zuerst malt man mit Farbe, danach mit einem Stift darüber. SRF

Dann wurde Ruth Düsel angefragt, ob sie bei einer Malgruppe beitreten möchte, die sich regelmässig ohne Lehrer trifft um zu malen. Das gab ihr Motivation.

Das Aquarell-Malen wirkt befreiend und ist wie eine Meditation für mich.
Autor: Ruth Düsel

Aquarell-Malen neu entdeckt

Kaum waren die Grenzen offen, fuhr Ruth Düsel nach Österreich in einen einwöchigen Aquarell-Malkurs. Das Land wieder verlassen zu können, andere Menschen zu treffen und dazu noch zu malen, war für sie wie Freiheit. Ausserdem konnte die Rheintalerin viele Tricks und Kniffs lernen, sodass sie nun auch Zuhause am liebsten Aquarell malt.