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Auf dem Fussweg nach Klosters
abspielen. Laufzeit 07:37 Minuten.
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Diesen Sommer einmal anders Zu Fuss ist alles intensiver

Es ist nicht das erste Mal, dass Ruedi Kern die Strecke von seinem Wohnort in Winterthur zu seinem zweiten Wohnsitz in Klosters zurücklegt. Diesmal allerdings will er die Landschaft nicht per Auto oder Velo, sondern zu Fuss erkunden. Seine Eindrücke sind dadurch noch viel intensiver.

Kartenansicht der Gestrecke
Legende: Die Wegstrecke von Winterthur (400 m.ü.M.) nach Klosters (1200m.ü.M.) ist ca. 150 km lang. Google Maps

Da hat er sich in der Tat etwas vorgenommen. 150 km lang ist die Strecke, die Ruedi Kern gewählt hat. Sie führt ihn von Winterthur übers Tösstal hinüber zum Walensee, über Sargans, Landquart und schliesslich das Prättigau hoch bis nach Klosters. Eine Mammut-Wanderung, die er genau genommen der Coronazeit zu verdanken hat.

Mitten im Lockdown fasste er den Entschluss, die ihm wohlbekannte Strecke vom einen zum andern Wohnsitz zu wandern. Dafür wartete der 71-jährige ehemalige Informatiker und Sportreporter allerdings bis nach den Schulferien.

Wanderung ins Blaue

Vorausgeplant hat er nichts – beinahe eine Wanderung ins Blaue sozusagen. Wieviele Tage er für die Strecke braucht, weiss er also nicht. Er will frei entscheiden, wo und wann er übernachten will und hat nichts vorausgebucht. Seinen knallroten Rucksack packte er am Sonntagmorgen 16. August bei strahlend schönem Wetter. Kern macht seit jeher viel Sport. Das merkt man daran, dass er zwei Tage später schon die Hälfte der Strecke zurückgelegt hat.

Auf halber Strecke

In Weesen am Walensee trifft er auf unsere Reporterin Fränzi Haller, die ihn ein Stück weit begleitet. Ihr berichtet er von seinen Eindrücken, wie der Sprungschanze in Gibswil, dem Jonatobel, Schloss Grynau und von den romantischen Wasserfällen entlang der Töss. Während der Wanderung geniesse er es, seine Gedanken schweifen zu lassen und über das Leben zu sinnieren.

Schwierigstes Stück kommt zum Schluss

Als die beiden in Mühlehorn eintreffen, verabschiedet sich Fränzi von ihrem Wegbegleiter. Per Zug geht es für sie zurück Richtung Heimat, während Kern weiterzieht. Wohin und wie weit, das ist ihm nach wie vor egal. Auch, dass er das anstrengendste Stück hinauf bis zum 1200 m.ü.M gelegenen Klosters noch vor sich hat, nimmt er locker. Was für ihn zählt ist der Augenblick, und den geniesst er gerade in vollen Zügen.

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