«Es isch Fasnacht in Lozärn»!

Mit dem Urknall am «Schmutzigen Donnerstag» wurde die Luzerner Fasnacht eröffnet. Bereits in den frühen Morgenstunden füllten sich die Gassen der Luzerner Innenstadt mit Kostümierten, die sich ein Bad im «Fötzelirääge» gönnten.

«Schön, aber nass», so der Kommentar eines dreijährigen Buben beim Urknall zum Auftakt der Luzerner Fasnacht. Doch der Regen am frühen Morgen des «Schmutzigen Donnerstags» schreckt die eingefleischten Luzerner Fasnächtler keineswegs ab. In Scharen strömen sie in die Innenstadt, geniessen den Urknall, nehmen ein Bad im «Fötzelirääge» und tanzen zu «Guggemusig»-Klängen.

Alexandra Felder, Sachbearbeiterin bei SRF Musikwelle, ist mit Leib und Seele Luzernerin. «Ihre» Fasnacht hat sie einfach «rüüdig gärn». Keine Frage also, dass sie sich vor Arbeitsbeginn ins Getümmel stürzte, um den Auftakt zur Luzerner Fasnacht 2014 hautnah zu erleben.

«Rüüdig schöön!»

03.30 Uhr: Der Wecker schrillt! Kurz unter die Dusche und ab nach Luzern. Es ist soweit. 04.15 Uhr: Die Stadt erwacht in einem schönen, sanften Licht. Ich ziehe in grossen Schritten mit Tausenden von Fasnächtlern und Fasnächtlerinnen über die Seebrücke. Alle mit einem Ziel: Das Boot mit Bruder Fritschi und seiner Fritschifamilie an Bord zu begrüssen.

Den Regen auf meinem Gesicht realisiere ich erst, als meine Fotokamera zu tropfen beginnt. Dann ein Gegröle, Unruhe im Publikum, Guggenmusiken spielen, was das Blech hergibt. Der im grellen Rot und Weiss beleuchtete Nauen (Frachtschiff) taucht wie aus dem Nichts aus der Dunkelheit auf, fährt langsam und majestätisch Richtung Schweizerhofquai und legt an.

Dann gibt es kein Halten mehr. Ein Meer von bunten, schrillen Fasnachts-Begeisterten begleitet den Tross zum Kapellplatz, wo der jährliche «Fötzelirääge» (explodierende Säcke mit Zeitungsschnipseln über der Menschenmenge) herabrieselte. Mit der traditionellen Orangenschlacht merkt auch der letzte Morgenmuffel, «es isch Fasnacht in Lozärn»!