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Die älteren Bewohner empfinden die Kinder als Segen
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Generationenwoche Kita und Altersheim - eine gegenseitige Bereicherung

Seit sechs Jahren gibt es in Vilters SG ein Generationenhaus. Ein Haus, in dem Altersheim, Kinderkrippe, ein öffentliches Restaurant und Therapieräume vereint sind.

Das Generationenhaus Novellas ist ein Ort, bei dem Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen zusammenkommen und voneinander profitieren. Für Senioren gibt es altergerechte Wohnungen, Ferienzimmer und Pflegewohngruppen, für Kleinkinder eine Kindertagesstätte. Dazu kommt ein Restaurant und verschiedene Angebote in der Gesundheitsförderung.

Ein Gemeinschaftsraum mit drei Personen.
Legende: Der Lichthof ist der Begegnungsbereich im Generationenhaus Novellas. SRF

Ein Haus der Begegnung

Nach der Eröffnung im Jahr 2015 wurden zunächst oft Bastelanlässe für Kinder und AltersheimbewohnerInnen geplant. «Es hat sich aber herausgestellt, dass es wertvoller ist, einfach zusammen Zmorge oder Znüni zu essen», erzählt die Geschäftsleiterin Bianca Köller. «Einmal kommen die Kinder zu den Älteren zu Besuch, dann umgekehrt.

Die Kinder gehen unvoreingenommen auf die Senioren zu, diese wiederum haben Freude daran, den Kindern zuzusehen und erinnern sich zurück an ihre Kindheit», erzählt sie weiter.

Ich kann zusehen, wie die Bewohnerinnen und Bewohner aufblühen, wenn Kinder in der Nähe sind.
Autor: Bianca KöllerGeschäftsleiterin des Generationenhauses Novellas

Wenn beim gemeinsamen Frühstücken ein Bewohner zum Beispiel Mühe hat, sein Brot zu streichen, helfen die Kinder oft ungefragt und ohne, dass eine komische Situation entsteht. Ein Bewohner des Altersheims geht auch oft mit auf den Spaziergang mit den Kindern oder kauft für die Kita den Zvieri ein.

Corona separiert gezwungenermassen

Corona macht diesem Zusammensein von Alt und Jung aktuell einen Strich durch die Rechnung. Die Kinder dürfen nicht einmal in den gemeinsamen Lichthof, in dem sich sonst das gemeinsame Leben abspielt. «Und wenn Corona einmal vorbei ist, müssen sich alle wieder von neuem einander annähren», sagt die Kita-Leiterin. «Die kleinen Kinder vergessen schnell und ein Jahr ist eine sehr lange Zeit für sie».

Geschäftsleiterin Bianca Köller und ihrem Mann ist es ein grosses Anliegen, dass die älteren Leute weiterhin am Leben teilnehmen können. Alles basiert aber auf Freiwilligkeit: Wer seine Ruhe braucht, der kann und darf sich zurückziehen.

Zwei Frauen sitzen auf einem Sofa in einem Gemeinschaftsraum.
Legende: Im Licherhof trifft Geschäftsleiterin Bianca Köller auf eine Bewohnerin. SRF

Der Name Novellas steht symbolisch sowie auch inhaltlich für Geschichten, welche sich an diesem Ort erzählt werden, und auch generationenübergreifend entstehen sollen.

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