Gott wird aus dem «Schweizerpsalm» gestrichen

Eigentlich ist sie noch gar nicht so alt, unsere aktuelle Landeshymne. Erst 1981 löste der «Schweizerpsalm» das bisherige «Rufst du mein Vaterland» ab. Für die neue Generation klingt nun aber die ganze Bergwelt-Romantik gepaart mit Gottesanbetung zu altbacken. Ein neuer Hymnen-Text muss her.

Nicht nur die Schweizer Fussballmannschaft tut sich vor ihren Matches damit schwer. Auch Herr und Frau Schweizer stolpern am Bundesfeiertag meist schon über die erste Strophe des «Schweizerpsalms». Bei «Trittst im Morgenrot daher» sind noch alle mit dabei, danach tun sich meist dichterische Abgründe auf.

Irgendwie sind die Texthänger ja auch verständlich – sind doch poetische Auswüchse wie «Gott im hehren Vaterland» oder «Aus dem grauen Luftgebilde tritt die Sonne klar und milde» (aus der dritten Strophe) so etwas von vorgestern.

«Weisses Kreuz auf rotem Grund»

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) fördert deshalb die Schaffung einer zeitgemässen Nationalhymne und hat einen Künstlerwettbewerb ausgeschrieben. 200 Zuschriften trafen ein. Letztlich bleibt es bei der alten Melodie, der Text streicht vor allem Schweizer Werte wie Freiheit, Ehrlichkeit und Empathie heraus. Gott hingegen wird rausgekippt – wohl auch um keine Religion zu diskriminieren.

Musikwelle-Moderator Christian Salzmann rief in seiner Sendung dazu auf ihm zum Thema «Neue Schweizer Nationalhymne» eine Rückmeldung zu schreiben.Die Meinungen der Hörerinnen und Hörer der SRF Musikwelle gehen – wie erwartet – sehr weit auseinander (siehe Bildstrecke oben).