Heidi Abel: Fernsehfrau der ersten Stunde

Heidi Abel war einer der ersten Schweizer Fernsehstars. Beim Schweizer Fernsehen präsentierte die sympathische Baslerin die unterschiedlichsten Sendungen. In guter Erinnerung bleibt auch ihre engagierte Suche nach einem neuen Zuhause für heimatlose Tiere.

Nach ihrer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Basel war Heidi Abel (1929-1986) zunächst als Operatrice und Ansagerin bei der Basler Radio- und Kabelgesellschaft Radibus tätig. 1954 wechselte sie als Ansagerin zum Schweizer Fernsehen. Im noch jungen Medium wurde sie zur Fernsehfrau der ersten Stunde und prägendes Gesicht am Bildschirm.

Starke Präsenz dank unterschiedlicher Fernsehformate

Ob Kinder-, Diskussions- oder Unterhaltungssendungen, Heidi Abel verlieh jedem Format eine spezielle und erfrischende Note. Spontaneität war ihr wichtiger als Perfektionismus, Livesendungen erschienen ihr reizvoller als Aufzeichnungen. Sie war der Meinung, dass gerade auch Pannen und Versprecher Publikumsnähe erzeugen.

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Heidi Abel 1965 auf der Suche nach Plätzen für Tiere

5:49 min, vom 25.2.1968

Dank ihrer grossen Ausstrahlung wurde Heidi Abel zur bekanntesten und beliebtesten Fernsehfrau in der Deutschschweiz. In den Kindersendungen «Die Welt ist rund» und «Was man weiss und doch nicht kennt» vermittelte sie dem jungen Fernsehpublikum auf spielerische Art Wissenswertes.

Gern gesehen und gern gehört

Zu den beliebten Unterhaltungssendungen mit Heidi Abel gehörten «Wer häts?», «Heute abend in...», «Musik und Gäste» oder «Karambuli». Bis heute unvergessen ist auch «Heidi Abel sucht Plätze für Tiere» als Teil der Sendung «Karussell».

Auch das Radiopublikum schätzte die frische und spontane Art von Heidi Abel. Sei es als Gastgeberin in der Talk-Show «Persönlich» oder als Moderatorin der Sendungen «Musik für einen Gast» und «Wunschkonzert».

Die beliebte Moderatorin starb am 23. Dezember 1986 an Krebs. Sie war von 1954 bis zu ihrem Tod bei Schweizer Radio und Fernsehen tätig.

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