Marie-Theres Nadig: Unsere Gold-«Maite» wird 60

Knapp 18 und schon Doppel-Olympiasiegerin: 1972 entzückt Marie-Theres Nadig in Sapporo die Skiwelt. Bei der Abfahrt und im Riesenslalom verweist sie die grosse Favoritin Annemarie Pröll aus Österreich auf Platz 2. Bis heute erinnert man sich gerne an «Maite» und die «goldenen Tage von Sapporo».

Die junge Flumserin Marie-Theres Nadig debütiert mit 16 Jahren im Ski-Weltcup. Nur zwei Jahre später steht sie bei den Olympischen Winterspielen zwei Mal zuoberst auf dem Podest. Mit den Siegen in der Abfahrt und beim Riesenslalom sichert sie sich gleichzeitig den Weltmeistertitel in diesen Disziplinen.

Erst Fahrerin, dann Trainerin

Ein solcher Doppel-Erfolg in jungen Jahren lässt sich in der weiteren Sportkarriere nur schwer toppen. Trotzdem ist Marie-Theres Nadig zu ihrer Zeit eine der erfolgreichsten Abfahrerinnen der Welt. 24 Weltcupsiege gehen auf ihr Konto, an den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid gewinnt sie Bronze in der Abfahrt, ein Jahr später den Abfahrts- und Gesamtweltcup. Danach tritt sie vom aktiven Skirennsport zurück. Ein paar Jahre später startet sie ihre Laufbahn als Trainerin, die 2005 zu Ende geht.

    • 1972: Pauken und Trompeten für die Olympia-Siegerin

      An den Olympischen Spielen im japanischen Sapporo gewinnt «Maite» überraschend in der Abfahrt und im Riesenslalom Gold. Gemeinsam mit Bernhard Russi kehrt sie triumphierend in die Schweiz zurück. Am Flughafen Zürich und in ihrer Heimat in Flums erwartet sie ein Empfang, wie man es sonst nur von Staatsbesuchen kennt. (aus «Tagesschau» vom 7. März 1972)

      1:50 min vom 12.2.2014

    • 1973: «Homestory» über den neuen Stern am Ski-Himmel

      Ein Jahr nach Marie-Theres Nadigs Olympia-Triumph widmet das Schweizer Fernsehen dem Ski-Shootingstar ein Porträt und besucht «Maite» zuhause bei ihren Eltern. (aus «Sport 73» vom 20. März 1973)

      11 min vom 12.2.2014

    • 1989: Marie-Theres Nadig in der Sendung «Persona»

      In den 80er-Jahen ist Marie-Theres Nadig eine der gefragtesten Persönlichkeiten des Landes. Und deshalb ist sie auch immer wieder zu Gast in TV-Sendungen. Wie zum Beispiel im Prominenten-Quiz «Persona». (aus «Persona» vom 2. August 1989)

      24 min vom 12.2.2014

    • 1995: Ein gern gesehener TV-Gast

      Von 1986 bis 2005 ist Marie-Theres Nadig als Trainerin tätig, zuerst für Liechtenstein, später für die Schweiz. In dieser Funktion tritt sie immer wieder in verschiedensten Sportsendungen auf – auch dann, wenn es nicht um den Skisport geht. (aus der Sendung «Veloclub» vom 21. Juni 1995)

      1:22 min vom 12.2.2014

    • Video «2009: Marie-Theres Nadig nach ihrer Trainer-Karriere» abspielen

      2009: Marie-Theres Nadigs Leben nach der Trainer-Karriere

      Nachdem Marie-Theres Nadig als Cheftrainerin der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2005 keinen Medaillengewinn verzeichnen kann, wird sie im März 2005 vom Skiverband freigestellt. Daraufhin beendet sie ihre Trainer-Laufbahn. Es wird ruhiger um die einstige Gold-«Maite». (aus «glanz & gloria» vom 7. August 2009)

      4:28 min, aus Glanz & Gloria vom 7.8.2009

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