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Radio SRF Musikwelle Marie-Theres Nadig: Unsere Gold-«Maite» wird 60

Knapp 18 und schon Doppel-Olympiasiegerin: 1972 entzückt Marie-Theres Nadig in Sapporo die Skiwelt. Bei der Abfahrt und im Riesenslalom verweist sie die grosse Favoritin Annemarie Pröll aus Österreich auf Platz 2. Bis heute erinnert man sich gerne an «Maite» und die «goldenen Tage von Sapporo».

Die junge Flumserin Marie-Theres Nadig debütiert mit 16 Jahren im Ski-Weltcup. Nur zwei Jahre später steht sie bei den Olympischen Winterspielen zwei Mal zuoberst auf dem Podest. Mit den Siegen in der Abfahrt und beim Riesenslalom sichert sie sich gleichzeitig den Weltmeistertitel in diesen Disziplinen.

Erst Fahrerin, dann Trainerin

Ein solcher Doppel-Erfolg in jungen Jahren lässt sich in der weiteren Sportkarriere nur schwer toppen. Trotzdem ist Marie-Theres Nadig zu ihrer Zeit eine der erfolgreichsten Abfahrerinnen der Welt. 24 Weltcupsiege gehen auf ihr Konto, an den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid gewinnt sie Bronze in der Abfahrt, ein Jahr später den Abfahrts- und Gesamtweltcup. Danach tritt sie vom aktiven Skirennsport zurück. Ein paar Jahre später startet sie ihre Laufbahn als Trainerin, die 2005 zu Ende geht.