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Zu Besuch in der Gärtnerei von Patrick Biedermann
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ProSpecieRara 1280 verschiedene alte Sorten

In der Spezialitäten-Gärtnerei in Ruswil LU ziehen Patrick Biedermann und sein Team seit fünf Jahren spezielle Gemüse-, Blumen- und Beeren-Sorten.

Viele Hobbygärtnerinnen und -gärtner stehen auf spezielle Obst- und Gemüsesorten. Statt Setzlinge für normale runde Tomaten wählen sie etwa solche für gelbe, grüne, schwarze oder sogar gestreifte. Die Aubergine darf auch einmal lang und dünn sein oder der Zucchini rund.

Solche speziellen Sorten werden auch in der Gärtnerei von Patrick Biedermann gezogen. Er und sein Team hegen und pflegen allerlei rare Setzlinge. In Zusammenarbeit mit der Organisation ProSpecieRara widmet sich die Gärtnerei fast ausschliesslich den alten Sorten. Diese seien in Form und Farbe spezieller und oft auch robuster.

ProSpecieRara

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Wurzelgemüse in verschiedenen Formen und Farben.
Legende: Vielfältiges Wurzelgemüse. ProSpezieRara

Die schweizerische Stiftung ProSpecieRara rettet als treibende Kraft die genetische und kulturhistorische Vielfalt der Kulturpflanzen und Nutztiere für künftige Generationen. Das tut sie gemeinsam mit einem schweizweiten Netzwerk von ehrenamtlichen Sortenbetreuer*innen und Züchter*innen.

Spezialitätenmärkte

Seine Setzlinge verkauft Patrick Biedermann in der Gärtnerei, auf dem Wochenmarkt in Luzern, aber auch an den Spezialitätenmärkten von ProSpecieRara. Er und sein Team bereiten sich momentan für den Setzlingsmarkt im Schloss Wildegg AG vor.

Dieser findet vom 1.- 3. Mai 2021 statt, jeweils von 09:00 bis 19:00 Uhr. Für den Besuch benötigt man ein Ticket, das im Vorfeld für die gewünschte Zeit heruntergeladen werden kann. Auf diese Weise soll Gedränge und langes Anstehen verhindert werden.

47 Minzenarten und ein spezieller Sellerie

Weil der Frühling besonders kalt war, brauche es dieses Jahr noch mehr Geduld als sonst schon mit den speziellen Pflanzen, die er biologisch anbaut. Auf dem Minzetisch gedeihen rund 43 verschiedene Sorten. Viele davon stammen aus Bauern- oder Klostergärten. Von den grossen Mutterpflanzen zieht Patrick Biedermann Jungpflanzen, die er dann verkauft.

Ausserdem hat er kürzlich unter seinen Stangensellerie-Setzlingen eine einzige grün-weisse Mutation gefunden. Ob es sich dabei um eine Eintagsfliege handelt, wird sich nächsten Frühling zeigen. Sollte die genetische Veränderung tatsächlich auch in den Samen eindringen, gäbe es eine neue Stangensellerie-Sorte im Angebot.

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