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Legende: Audio Vom Morgestreich bis Zletscht abspielen. Laufzeit 51:01 Minuten.
51:01 min, aus Audio MW vom 19.03.2019.
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Querschnitt Basler Fasnacht Vom Morgestraich bis zletscht

Die Basler Fasnacht 2019 ist bereits Geschichte. Impressionen von der Strasse, Cliquen-Zeedel und die besten Schnitzelbänke werden von Fasnächtler Michael Luisier noch einmal aufgerollt. Dieses Jahr kriegen mitunter Trump, die Negro Rhygass-Guggemusig und sogar die Basler Polizei ihr Fett weg.

Schon am Abend vor dem Morgenstreich geht es los. Unter Piccolo-Klängen tragen die Cliquen ihre Laternen in die Stadt. Es ist der Moment gekommen, wo in Basel ein erstes Mal so richtig Fasnachtsstimmung aufkommt. Ein paar Stunden später, beim traditionellen «Achtung! Morgestraich! Vorwärts Marsch!», sind die Fasnächtler dann nicht mehr zu halten.

«Jetzt isch Faasnacht»

Die Sujets, sowohl der Laternen als später auch der Schnitzelbänggler, sind heuer sehr lokal gehalten. Ein beliebtes Thema ist beispielsweise das Ende der Traditionsmesse Muba. Darauf spielt auch das Motto «Bis zletscht» der diesjährigen Fasnacht an. Ausserdem nimmt man die teure Tesla-Flotte der Basler Polizei, den wortwörtlich gemeinten Sturz der Basler Stadtpräsidentin und natürlich das Schwächeln des FCB aufs Korn.

Aber auch der Brexit, die Doppeladler-Geste, die Hornkuhinitiative oder der Schweizer Waffenexport werden gerne aufgegriffen. Auch Uriella, Trump, Magdalena Martullo Blocher und sogar Karl Lagerfeld bleiben an der Basler Fasnacht nicht verschont.

«Sag lieber nüüt»

Urs, der schon viele Jahre für Radio SRF jeweils die besten Zeedel zu Wort kommen lässt, braucht weder Kostüm noch Larve. Seine «Waffe» sind die Cliquen-Zeedel selber, deren Spitzensujet dieses Jahr die Political Correctness ist. Urs bedauert, dass man überall die Angst davor spürt, etwas Falsches zu sagen. Anstatt sich rebellisch zu zeigen, gibt man sich bei den Cliquen lieber zurückhaltend und erntet dafür keinen Shitstorm

Grund für diese Zurückhaltung bildet der Rummel um die beiden Guggemusigen Negro Rhygass und Mohreköpf, die durch ihren «rassistisch» anmutenden Namen im Vorfeld für rote Köpfe gesorgt hatten.