Volksdichter Otto Baumgartners träfe Sprüche

Er schreibt «üsüm Läbe fürs Läbe» – und dabei haben heile Welt und romantischer Firlefanz eben keinen Platz. Die Sprüche, Gedichte und gar Theaterstücke des Nidwaldner Volksdichters Otto Baumgartner treffen den Nagel jeweils auf den Kopf und sind dabei gnadenlos ehrlich und direkt.

«Die Wüeschte händ en Troscht uf Ärde – as die Schöne chönned wüeschter wärde» – dies wohl einer der typischen Sprüche, die dem Buochser Otto Baumgartner entstammen. Mit seinen 92 Jahren ist er der älteste Nidwaldner Dichter.

Riesiges Werk

Sein riesiges Werk umfasst über 80 Theaterstücke, Festspiele und Adaptionen, zahrleiche, Chroniken und Festschriften sowie Älplersprüche, die er während 45 Jahren im Zusammenhang mit der Buochser Älplerchilbi textete.

Hinzu kommen unzählige Sprüche und Gedichte sowohl im Nidwaldner Dialekt, als auch auf Hochdeutsch.

Einen Teil dieser Gedichte veröffentlichte Baumgartner in drei Büchern . Das neueste Werk heisst «Üsüm Läbe fürs Läbe». Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit erhalten seine Lebensweisheiten ein ganz neues Gewicht.

«  Die Zeit – eine Bahnfahrt, sie eilt so schnell vorbei.  »

Otto Baumgartner

Baumgartners Sprüche und Gedichte stecken oft voller Schalk, sind gesellschaftskritisch und veranlassen zum Nachdenken. Allerdings gesteht auch der Dichter selbst, dass der grösste Teil seines Werks keinen dauerhaften Charakter hat. Es sind Texte die für spezifische Anlässe geschaffen wurden. Danach gingen sie häufig wieder vergessen.

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