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Sängerin mit Mikrofon.
Legende: Die damals 77-jährige Lys während eines Auftritts im November 2001 im Luzerner Hotel Montana. Keystone
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Lys Assia Ihr Grand Prix-Sieg bleibt für immer

Lys Assia war die Grande Dame des Schweizer Chansons. Vor allem durch ihren Sieg beim «Concours Eurovision de la Chanson» mit «Refrain» und ihren Evergreen «O mein Papa» wird sie in Erinnerung bleiben. Am 3. März 2019 würde sie 95.

Sie war nicht einfach nur eine Siegerin des «Concours Eurovision de la Chanson» – Lys Assia war die allererste Siegerin dieses prestigeträchtigen Gesangswettbewerbs überhaupt. 1956 war es, als sie mit ihrem Lied «Refrain» in Lugano triumphierte. Durch diesen Sieg wird Lys Assia schon zu Lebzeiten zur Legende.

Als ich nach meinem Sieg nochmals auf die Bühne musste, um mein Lied zu singen, habe ich vor lauter Aufregung den Text vergessen.
Autor: Lys Assia

Assia ist die einzige gebürtige Schweizerin, die den Wettbewerb bis dato für die Schweiz gewinnen konnte. Für «Refrain» erhält Lys Assia auch eine Goldene Schallplatte. Ein Jahr später tritt sie wieder beim Concours an, landet allerdings auf dem vorletzten Platz.

1958 versucht es Assia erneut und wird Zweite – mit nur drei Punkten Rückstand auf den Erstplatzierten. Danach folgen verschiedene Tourneen und Lys Assia erhält sogar eigene Fernsehshows in Europa und Südamerika. 1950 kommt der grosse Erfolg. Mit dem Titel «O mein Papa», aus der Operette «Der Schwarze Hecht» von Paul Burkhard gelingt Assia auch in Deutschland der Durchbruch.

Pech mit den Ehemännern

In der Liebe läuft es bei Lys Assia nicht ganz so rund wie mit der Musik. Die Sängerin heiratet zwei Mal. Nach nur neun Monaten Ehe verstirbt 1957 ihr erster Mann, der Zürcher Industrielle Henry Kunz, an einem Herzleiden.

1963 heiratet Assia den dänischen Hotelketten-Besitzer und Millionär Oskar Pedersen. Er stirbt 1995 bei einem schweren Autounfall. Nach diesem Schicksalsschlag lässt sich Lys Assia in Südfrankreich nieder und tritt hin und wieder an Veranstaltungen auf.

Der Showbühne stets treu

2005 kehrt die Diva wieder in ihre Heimat zurück und lässt sich an der Goldküste nieder. Zwei Jahre später erhält sie den Ehren Prix-Walo. Im selben Jahr tritt sie zusammen mit Beatrice Egli am «Grand Prix der Volksmusik» auf. Dabei erreichten sie aber lediglich den zwölften Platz.

2011 versucht Lys Assia mit «C'était ma vie» noch einmal am «Eurovision Song Contest» teilzunehmen, schafft es aber nicht ins Finale.

Auf ihr Leben angesprochen erzählt Lys Assia in einem «glanz & gloria»-Interview: «Ich hatte ein sehr erfülltes Leben, ein sehr bewegtes Leben – positiv und auch negativ.» Sie verstirbt am 24. März 2018 im Alter von 94 Jahren in Zollikerberg. Die Schweiz verliert damit ihre erste und einzige Grande Dame des Schweizer Chansons. Ihr Sieg beim allerersten «Concours Eurovision de la Chanson» hat sie unsterblich gemacht.