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Bild eines Mannes mit Perücke .
Legende: Wörtersammler Johann Jakob Spreng (1699 – 1768) galt als Aussenseiter. Wikimedia Commons
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Johann Jakob Spreng Der vergessene Wörterschatz im Keller

Es hätte das grösste Wörterbuch des 18. Jahrhunderts werden sollen: das «Grosse Glossarium der deutschen Sprache». Doch dem Basler Theologen, Dichter und Sprachforscher Johann Jakob Spreng fehlte letztlich das Geld und das Interesse der Bevölkerung um sein Jahrhundertwerk zu drucken.

Stattdessen wurden seine 20 Bände und 30 000 Zettel im Keller der Universitätsbibliothek Basel verstaut und gerieten mit der Zeit in Vergessenheit. Vor drei Jahren aber wurde der Wörterschatz vom emerierten Sprachwissenschaftler Heinrich Löffler wiederentdeckt.

100 000 Einträge zum Entziffern

Der Fund ist spektakulär, weil er das Weltwissen des 18. Jahrhunderts widerspiegelt. Löffler und freiwillige Helfer sind daran, die 100 000 handschriftlichen Einträge zu entziffern und abzuschreiben, um sie im Internet zugänglich zu machen.

Die Zeitmaschine im Bibliothekskeller

Die Hälfte des grossen Glossariums ist bereits abgeschrieben. Für Löffler ist diese Arbeit «wie ein Schwimmen in einer Zeitmaschine», bei dem man dem Sprachforscher Spreng gleichzeitig über die Schulter schauen könne. Dabei kann man erfahren, was die Schweizerdeutschen Wörter «Redhus» (ein gutes Mundwerk) oder «Schneeblust» (Wölklein, das Schnee bringt) bedeuteten.