Die Appenzell Innerhoder Sagenwelt von Kathrin Koller

Sie musste nicht lange überlegen, als sie angefragt wurde Sagen über das Dorf Appenzell zu erzählen. Die Eggerstanderin Kathrin Koller hatte schon immer ein Flair für Geschichten und auch vor Leuten zu stehen bereitete ihr nie grosse Mühe – ein Talent, das sie wohl ihrer Kindheit zu verdanken hat.

Koller wuchs als zweitjüngste Tochter einer neunköpfigen Familie auf. Da musste sie sich schnell lernen durchzusetzen. Entsprechend ist sie es sich seit jeher gewöhnt, das Ruder in die Hand zu nehmen. Musste sie in der Schule einen Vortrag halten, so war das eher eine Freude als eine mühsame Pflicht für sie.

Ausgleich durchs Sagenerzählen

Mittlerweile ist sie selber Mutter von drei Kindern und Hausfrau. Sowohl im Dorf- als auch im Vereinsleben ist sie sehr engagiert. Einen zusätzlichen Ausgleich verschafft sie sich durch ihre Dorfführungen, die sie im Sommer anbietet. Im Winter wiederum ist es ihr Engagement als Sagenerzählerin, das nicht nur sie, sondern auch Touristen aus nah und fern erfreut.

Auf die richtige Betonung kommt es an

Ein guter Nebeneffekt: sie kennt das Dorf Appenzell und seine Geschichte in der Zwischenzeit in und auswendig.Ausserdem kann sie so ihren geliebten Appenzeller Innerhoder Dialekt pflegen, auf den schon ihre Eltern grossen Wert legten. Als Kind wurde sie jeweils gerügt, wenn sie einmal etwas «falsch» betonte.

Appenzell Innerhodener Sagenwelt