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SRF Musikwelle Brunch Geri Kühnes kritische Feder

Seit den 1980er- Jahren beobachtet er mit Freude aber auch mit wachsamem Auge die Bewegungen innerhalb der Ländlerszene. So kritisch sei er ja eigentlich gar nicht, meint der Benkener Lokaljournalist und Verfasser von «Geris Ländlertipp». Wenn es sein muss, schreitet er aber schon beherzt ein.

Mann im Studio.
Legende: Das Benkener Urgestein Geri Kühne komponierte mit «Bi üs dähai» dereinst sogar einLied für seinen Heimatort. SRF

Seit er seine erste Kolumne verfasste sind über 1500 Beiträge entstanden. Besonders gut ist Geri Kühne jene Sendung «Hopp de Bäse» im Schweizer Fernsehen in Erinnerung geblieben, als man drei Flügel auf 2000 m ü.M. hochtransportierte um dort Boogie-Woogie zu spielen. Darüber konnte er nur den Kopf schütteln. Ebenso störte er sich daran, dass Kapellen bei einem Fernsehauftritt nicht live spielten.

Indianerblut

Heute sieht er das Ganze etwas lockerer. Nebst kritischen gab es auch zahlreiche Ländlertipps, wo er voll des Lobes war. Hier erinnert er sich speziell an Dölfi Rogenmoser, der ihn durch ein Foto aus dem Monument Valley inspirierte. Kühne war vor langer Zeit ebenfalls dort zu Besuch und verspürte sogleich Fernweh. In Anlehnung an den Film «Der mit dem Wolf tanzt» entstand daraufhin die CD «Der mit dem Örgeli spielt». Ausserdem ist Kühne seither der Überzeugung, dass Rogenmoser und er in einem früheren Leben wohl Indianer gewesen sein mussten.

Sweeping Trio

Geri Kühne wuchs im Gasterland auf und nennt sich selbst ein Benkener Urgestein. Seine Eltern führten dort wie er später auch das Restaurant Krone, wo immer gerne musikalische Gäste geladen waren. Geri spielte dann über Jahre hinweg Unterhaltungsmusik zusammen mit seinem Sweeping Trio. Erst später wechselte er zur Ländlermusik.

Für Ländler braucht man eine gewisse Reife

Was ihm derweil auffällt ist, dass das Publikum gerade bei Ländlermusik-Abenden eher reifer ist. Die Jungen hätte heutzutage einfach viel zu viel um die Ohren. Wahrscheinlich müsse man für Ländlermusik aber erst ein gewisses Alter erreichen, um ihren Wert schätzen und lieben zu lernen.