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Volksmusik Die fidelen Mölltaler: bewegender Abschied von der Bühne

Rund 5000 Fans sind am Wochenende nach Bazenheid gereist, um die fidelen Mölltaler an ihren drei Abschiedskonzerten noch einmal zu feiern. Mit im Gepäck: ein paar Extra-Packungen Taschentücher. Die waren auch nötig, denn Tränen flossen reichlich – im Saal und auf der Bühne.

Impressionen vom Abschiedskonzert

Es war zu erwarten, dass die Schweizer Abschiedskonzerte der fidelen Mölltaler sehr emotional werden. Beim allerletzten Konzert vom Sonntag schienen in der Mehrzweckhalle von Bazenheid gleich mehrere Dämme zu brechen.

Das Ende schöner Jugenderinnerungen.
Autor: Marcel HähniRedaktor Radio SRF 1

«Peter Pichler konnte das letzte Stück nicht zu Ende spielen», erzählt Marcel Hähni. Der langjährige Mölltaler-Fan hat für SRF Musikwelle die Stimmung beim Abschiedskonzert eingefangen.

Eröffnet wurde der Konzertabend von Sepp Silberberger, der insbesondere Huby Mayer als Wegbereiter würdigte: «Heute können viele ein Auto bauen, doch einer musste dafür den ersten Schritt tun. So war Huby Mayer der Erste, der volkstümlichen Schlager schrieb. Heute kann das jeder.»

Partystimmung in Bazenheid

Die volkstümlichen Schlager der fidelen Mölltaler liessen dann auch die Herzen der Fans höher schlagen. Besonders bei den Titeln aus den 80er- und 90er-Jahren gab es für sie kein Halten mehr. Es wurde gesungen, getanzt, gehüpft und geklatscht.

Geschenke und Glückwünsche

Doch mit jedem mitreissenden Takt rückte man auch dem Abschied ein Stück näher. Für Huby Mayer, Josef Ladinig, Lucky Ladstätter, Peter Pichler und Wolfgang Kaufmann gab es von der Plattenfirma ein goldgerahmtes Dankeschön.

Marianne Sellinner – offizielle Fanbetreuerin der fidelen Mölltaler – überbrachte Glückwünsche vom Nockalm Quintett, von Marc Pircher oder Sepp Trütsch. Und von Vreni Schneider gab es für jeden der fünf Musiker ein Original Glarnertüechli. Genau das Richtige zum Abtupfen von ein paar Abschiedstränen.

Neue Freiheiten

«Mein Herz ist voll Dankbarkeit für alles, was wir in den letzten 45 Jahren erleben durften», meint Huby Mayer. «Wir haben uns ein würdiges Finale gewünscht – und haben ein würdiges Finale erhalten.»

In die Wehmut über den Abschied mischt sich bei ihm auch ein Gefühl der Freiheit. «Wir waren nicht nur eine Musikformationen, sondern eine Firma», so Mayer. Da habe man sich zwischendurch wie in einem Korsett gefühlt. «Das fällt nun weg und macht uns frei für neue Ideen.»