Dr Eidgenoss auf dem Fünfliber

Anstelle unseres Nationalhelden Wilhelm Tell ziert neuerdings das Konterfei des Nidwaldner Volksmusikers Dr Eidgenoss die Rückseite unseres Fünflibers. Dabei handelt es sich natürlich um einen Gag, den er sich speziell für sein neues Album einfallen liess – aber das hat seinen Grund.

Man mit wehendem Bart- und Kopfhaar. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit «Freiheit» weht uns ein neues, erfrischendes Lüftchen von Dr Eidgenoss um die Ohren. zvg

«Dr Eidgenoss – Freiheit» steht da dick und fett eingraviert neben seinem Antlitz auf der virtuellen Falschmünze. Das passt doch wie die Faust aufs Auge – ist es doch gerade Freiheit wonach auch Wilhelm Tell strebte. Etwas, worauf auch Urs Fischer alias Dr Eidgenoss grossen Wert legt. Er umschreibt dieses Gefühl mit eigenen Worten so:

«  Ergründe Deine Sinne,
erwecke deine Gefühle,
lebe aus deinem Herzen
und du wirst es lieben
 »

Dr Eidgenoss

Wilhelm Tell auf einem Fünfliber-Stück mit Bart von Dr Eidgenoss. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer findet den Fehler? zvg/ Collage Colourbox

Als nächstes schweift der Blick hinüber zum mächtigen Bart, den sich Dr Eidgenoss wohl schon seit Monaten nicht mehr stutzen liess. Zu lang um hipp zu sein aber genau richtig, um seinen urchigen und bodenständigen Stil zu unterstreichen.

Urs Fischer macht «Huismuisig» – Volksmusik mit Nidwaldner Texten. Nach zehn Jahren als Pöstler im Luzernischen hat er zurück zu seinen Wurzeln gefunden: nach Nidwalden und zur Musik. Dabei zeigt er sich vielseitig.

Vielseitig und abwechslungsreich

Auf «Freiheit» greift er zum Schwyzerörgeli, zum Akkordeon und zum Büchel, er bläst ins Alphorn singt und komponiert die meisten seiner Lieder gleich selber.Eine wichtige Rolle in seinem Leben und in seiner Karriere spielt dabei seine Mutter Maria Fischer-Bircher, die ihren Sohn stimmgewaltig unterstützt.

Dies alles kennen wir aber schon von seinen bisherigen Alben «Heimat isch Trumpf» sowie «Nidwaldner Wurzlä».

Gewöhnungsbedürftiger Mix

Als besonderes Zückerli findet man auf seiner neusten CD den Bonus-Titel «Ich mecht diär Dankä sägä» – dies aber in einer ganz besonderen Berlin Mitte-Version: Dr Eidgenoss ganz Acapella, nur von sphärischen, computergenerierten Klängen untermalt.

Dafür wurde extra Andreas Gabaliers Produzent Mathias Lematrix Roska aufgeboten, der den bekannten Titel in einem ungewohnten, eindrücklichen aber auch etwas gewöhnungsbedürftigen Licht erscheinen lässt.

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